Online: 09.02.2015 - ePaper: 10.02.2015

Mahnwache löste sich später auf

 

Betrifft: Artikel "Verdammte Pflicht, zu helfen" (EJZ vom 20. Januar)

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, auf einer anderen Veranstaltung gewesen zu sein. Im Artikel steht, die letzten Montagsmahnwacher seien um 18.05 Uhr abgezogen. Richtig ist wohl eher, dass ein Teil unserer kleinen Gruppe sich zur Anti-Pegida-Demo stellte, um sich das dort Gesagte mit anzuhören. Etwa die Hälfte blieb stehen. Allerdings wurde mit keinem Wort eine weitere Rede neben denen von Frau Flügge und der Herren Schwedland und Liebhaber erwähnt. Ein Herr mit schwarzer Fahne ergriff nämlich das Wort. Als die Initiatoren merkten, dass das von ihm Gesagte nicht so ganz in ihr Konzept passte, wollten sie ihn kurzerhand abdrängen. Und nur nach dem Protest der unten am Balkon Stehenden (nicht unbedingt aus unserer Gruppe) durfte er weiter sprechen. Meinungsfreiheit? Oder gilt die nur für bestimmte Leute? Übrigens, der Herr gehört nicht zur Mahnwache, ist aber gern willkommen.

Die Montagsmahnwache löste sich dann schließlich gegen 19.30 Uhr auf, langsam etwas größer geworden. Aber da war von der Presse ja weit und breit nichts mehr zu sehen. So entsteht dann die zurzeit im Umlauf befindliche Meinung über die Medien, wenn diese dann berichten, ohne bis zum Ende "vor Ort" gewesen zu sein.

Liebe Frau Flügge: Die Ziele der Mahnwachen sind unter anderem, die Mitmenschen immer wieder an den brüchigen Frieden sowie den Wunsch der Entstehung einer wirklich existierenden Meinungs- und Pressefreiheit außerhalb des Mainstreams zu erinnern; außerdem Alternativen zu der zurzeit herrschenden Wirtschafts-, Finanz- und Energiepolitik, wo ja wohl so einiges im Argen liegt, zu diskutieren.

Gudrun Frölke, Lüchow

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