Online: 09.02.2015 - ePaper: 10.02.2015

Die Zechezahlen alle

Betrifft: Artikel "Bewährte Regionalmarke in Gefahr?" (EJZ vom 20. Januar)

Was Herr Kunitz vom Kartoffelhof in Saaße mit der Bemerkung "hochgekochte Suppe" meint, erschließt sich mir nicht ganz. Tatsache ist aber, dass von den negativen Auswirkungen dieser Abkommen nicht nur die Anbieter regionaler Produkte betroffen sein werden, sondern alle Bürger und Bürgerinnen, und die Vorteile/Gewinne liegen wohl eher auf der Seite der Konzerne. So wäre es zum Beispiel möglich, dass ein US-Konzern gegen den Staat klagt, falls ihm aufgrund unserer Gesetze und Verordnungen zum Verbraucherschutz Gewinne entgehen, und das nicht vor einem deutschen Gericht, sondern vor einem Schiedsgericht - was auch immer das heißen mag. Die Zeche zahlen dann wir alle mit unseren Steuern.

"TTIP und CETA - wenn wir das nicht verstehen, kommt es uns alle teuer zu stehen", könnte man es kurz formulieren. Deshalb ist es ungeheuer wichtig, sich über die Inhalte dieser geplanten Verträge, die bisher vonseiten der Regierung ziemlich unter dem Deckel gehalten werden, zu informieren. Dies geht zum Beispiel ganz gut auf den Seiten von "Campact". Diese Organisation hat schon vor mehr als einem Jahr auf die drohenden Folgen auch für die Steuerzahler/innen aufmerksam gemacht, und hier kann auch gegen das Abkommen unterschrieben werden.

Waltraut Oelerich,

Gartow

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