Online: 09.02.2015 - ePaper: 10.02.2015

Höhere Schülerzahl im Südkreis

 

Betrifft: Artikel "Bürgerbegehren gescheitert" (EJZ vom 24. Januar)

Das Bürgerbegehren zum Erhalt der Swinmarkschule in Schnega ist knapp gescheitert. Schade! Dennoch ein starkes Zeichen der Wähler an den Samtgemeinderat, dass kleine Schulen gewünscht sind. Vielleicht auch noch mal ein Denkanstoß für zukünftige Schul-standortentscheidungen. Aber auch noch die Möglichkeit für den Samtgemeinderat, die im November 2013 getroffene Entscheidung zu den Standorten Bergen/Schnega zu überdenken.

Das Veto mag aus damaliger Sicht für die Mitglieder des Samtgemeindrates schlüssig gewesen sein, aber die Vorzeichen haben sich geändert. Die Geburten- und Schülerzahlen des Südkreises haben sich anders entwickelt als prognostiziert, es gab Zuzüge von Familien mit Kindern, und nun sind die ersten Flüchtlingsfamilien mit schulpflichtigen Kindern im Südkreis angekommen. Das sind zusätzliche pädagogische Herausforderungen für alle Grundschulen. Diese Entwicklung war zum damaligen Zeitpunkt der Entscheidung nicht absehbar.

Eine Zusammenlegung der Grundschulen Schnega und Bergen wäre aus heutiger Sicht durchaus eine Option, um diesen pädagogischen Herausforderungen zu begegnen. Verlässliche Prognosen der Schülerzahlen sind kaum möglich. Und was passiert, wenn die Schülerzahl des Südkreises nicht so weit sinkt, wie vermutet?

Mit einer erneuten Diskussion über die Grundschulstandorte im Südkreis würde sich der Samtgemeinderat die Chance erhalten, flexibel und reaktionsfähig zu bleiben. Deshalb mein Wunsch an die Mitglieder des Samtgemeinderates, sich mit dem Thema Schulstandorte im Südkreis trotz gescheitertem Bürgerbegehren nochmals ernsthaft zu befassen.

Andrea Eva, Harpe

 

 

 

 

 

 

 

 

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