Online: 10.02.2015 - ePaper: 11.02.2015

Ein Satzreicht aus

Betrifft: Gericht stärkt Rechte der Bankkunden (EJZ vom 28. Januar)

Ein Urteil, das den Banken schwer im Magen liegen dürfte, hat der 11. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes am 27. Januar 2015 gefällt (XI ZR 174/13): Die bei Banken so beliebte Erhebung von Gebühren pro Buchungsposten ist unzulässig. Alle ab dem 1. Januar 2012 gezahlten Buchungsgebühren müssen von den Banken erstattet werden. Laut den Verbraucherschutzverbänden sind von diesem Urteil hauptsächlich Sparkassen und Volksbanken betroffen.

Natürlich werden die Banken und Sparkassen nicht von sich aus tätig, das wäre zu viel der Kundenfreundlichkeit. Der Kunde selbst muss einen Antrag stellen: "Hiermit fordere ich Sie auf, die für mein Konto Nr. xxx seit dem 1 Januar 2012 berechneten Buchungspostengebühren in Höhe von xxx Euro zu erstatten." Dieser eine Satz reicht aus. Eine Hürde für die Verbraucher: Die Höhe der bezahlten Gebühren muss man sich selbst ausrechnen. Das geht nur, wenn man die Kontoauszüge aufbewahrt hat. Je nachdem, wie intensiv das Konto genutzt wird, können da Beträge von mehreren hundert Euro zusammenkommen.

Christian Guhl,

Hitzacker

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