Online: 23.02.2015 - ePaper: 24.02.2015

Eine Utopie

Betreff: Artikel "Ja zu moderatem Güterverkehr" (EJZ vom 12. Februar)

Was für eine Aufregung um nichts. Da werden Horrorszenarien zusammengereimt, falls mal Güterzüge durch den Landkreis rollen sollten. Sie werden es nicht! Warum? Nun, um den Visionären des VCD und dem Verkehrsausschuss des Kreistages gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Die Vision kommt um Jahre zu spät! Die Wiederbelebung der Bahnstrecke von Maschen (hier ist ein Überwurfbauwerk vonnöten) über Jesteburg, Marxen, Wulfsen, Lüneburg, Dannenberg und Dömitz nach Wittenberge ist und bleibt Utopie. Ich selbst habe 2008 schon die Idee beim Verbesserungsmanagement der Bahn eingereicht. Seitdem liegt diese Idee abgelehnt in der Schublade des Ideenmanagements.

Damals war noch mehr möglich. Heute unmöglich. So teilt sich heute zum Beispiel der Bahndamm Dannenberg, Verladestation, Kaltenhof, Elbbrücke in zwei Besitzer auf. Und so geht es auf östlicher Seite der Elbe weiter. Es wurde alles an Bahnimmobilien verkauft, was nicht niet- und nagelfest war. Es wird also lediglich bei dem Drei-Stunden-Takt bleiben sowie einiger Spezialgütertransportzüge. Im Übrigen kann man nicht davon ausgehen, wenn man ein Anwesen an der Bahn erwirbt, dass dort nur wenig Verkehr stattfindet. Dann kaufe ich da nicht ein Bahnwärterhaus für wenig Geld. Und Güterzüge bis 140 km/h würden auf dieser Strecke auch nie verkehren. Es gibt nur Güterwagen, die eine Vmax von 120 km/h ermöglichen. Also: Alles bleibt, wie es ist!

Michael Zabel,

Schnackenburg

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