Online: 27.02.2015 - ePaper: 28.02.2015

Zugezogene ohne Rechte?

Betrifft: Artikel "Von Zustimmung bis Ablehnung" (EJZ vom 5. Februar)

Zur Klarstellung der Sachlage: Der Widerstand einiger an der einmaligen Schönheit des Elbeufers interessierter Bürger aus Vietze richtet sich gegen die Abholzung der Baumgruppen aus Silberweiden, Ulmen und Schwarzpappeln in den Buhnenfeldern und nicht gegen die Beseitigung des Gestrüpps, das im Foto dem Artikel beigefügt war. Eine solche Falschinformation muss ärgern.

Bedauerlich war die Erfahrung bei der erwähnten Dorfversammlung vom 3. Februar, dass hier offenbar als Bürger nur gilt, wer hier geboren wurde. Andere sind nur Zugezogene ohne Recht auf eine von der Allgemeinheit abweichende Meinung. Auch wenn man - wie zum Beispiel ich - seit 20 Jahren hier liebt, vielen der hiesigen Jugendlichen zwölf Jahre lang zu besseren Schulergebnissen "nachgeholfen" hat, beim Hochwasser 2013 zum Trupp der freiwilligen Helfer gehörte und als "Toilettenfrau von Vietze" es bis in die Zeitung schaffte - nichts, alles nichts.

"Zugezogen!" Integration funktioniert in Deutschland nicht einmal zwischen Deutschen.

Wendla Boettcher-Streim, Vietze

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