Online: 06.03.2015 - ePaper: 07.03.2015

Gescheiterte Wahl nicht unabänderlich

Betrifft: Artikel "Keine Mehrheit für Hagel" (EJZ vom 25. Februar)

Ein vorgeführter und zutiefst enttäuschter Kandidat. Ein frustrierter Bürgermeister, der sich von Teilen seines Rates im Stich gelassen fühlt. Fraktionen des Samtgemeinderats, die sich dem Vorwurf der Unglaubwürdigkeit stellen müssen. Das ist das unbefriedigende Fazit einer gescheiterten Wahl für das Amt des Ersten Samtgemeinderats. Auf gar keinen Fall aber ist das eine Katastrophe.

Was die Samtgemeinde Elbtalaue jetzt am wenigsten braucht, ist eine politische Schlammschlacht in Form eines Streits, der unsachlich, mit diffamierenden Äußerungen, haltlosen Verdächtigungen, dubiosen Rücktrittsforderungen oder ähnlichem Unsinn geführt wird. Wer dagegen glaubt, dass dafür nun die Gelegenheit gekommen sei, begibt sich ins politische Abseits. Das Gebot der Stunde lautet: Wiederherstellung von Glaubwürdigkeit, verloren gegangenem Vertrauen, der Bereitschaft zu neuen, offenen und zielorientierten Gesprächen. Die Bürgerinnen und Bürger werden das alles mit Recht von uns erwarten. Waren sie es doch, die uns zu unseren Mandaten verholfen haben.

Glaubwürdigkeit ist eine unerlässliche Voraussetzung für erfolgreiche Ratstätigkeit. Glaubwürdig sein heißt: Sagen, was man tut, und tun, was man sagt. Von Ratsmitgliedern muss man erwarten können, das Wort und Tat übereinstimmen.

Eine Wahl ist gescheitert, nicht mehr und nicht weniger. Das ist leider sehr bedauerlich, bestimmt aber auch nicht unabänderlich.

Günter Voß, Dannenberg,

Mitglied im Samtgemeinderat

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