Online: 11.03.2015 - ePaper: 12.03.2015

Karren aus dem Dreck ziehen

Betrifft: Leserbrief "Versierten Fachmann für Kommunales desavouiert" von Klaus-Peter Dehde (EJZ vom 28. Februar)

Oh Mann, SPD, da habt ihr ja ganz schnell den Schuldigen gefunden. Aber so laufen nun mal demokratische Wahlen. Jeder Wähler hat das Recht, sein Kreuz da zu machen, wo er/sie es verantworten kann. Egal, ob der amtierende SG-Bürgermeister Einfluss nimmt oder nicht.

Es gehört sich nicht, in einem Leserbrief seinen Frust an einer Person festzumachen und gleich Versagen vorzuwerfen. Ein Rat besteht nicht nur aus einer Person, sondern aus vielen. Die Wahl war doch wohl lange genug bekannt und jedes Mitglied hatte genug Zeit zum Überlegen. Dass es am Ende nicht gereicht hat, ist nicht die Schuld von Herrn Meyer (ich bin politisch auch nicht einer Meinung mit ihm, doch ich respektiere ihn), sondern die Entscheidung aller.

Auch Klaus-Peter Dehdes Angriff gegen den Autor der EJZ finde ich übertrieben. Der macht nur seine Arbeit. Zu guter Letzt schreibt Dehde, "wir brauchen in der Elbtalaue endlich Ruhe". Dann sollte er die Anklagen lassen und helfen, den Karren mit vernünftigen Argumenten und Gesprächen - im Rat, nicht in der Presse - aus dem Dreck zu ziehen. Denn so wird das ganz und gar nichts.

Dirk Carlson,

Schaafhausen

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