Online: 20.03.2015 - ePaper: 21.03.2015

Impfung ein komplexer Eingriff in das Immunsystem

Betrifft: Leserbrief "Angstmacherärzte handeln unethisch" von Dr. Roland Abshagen, Lüchow (EJZ vom 14. März)

Der Kollege Abshagen schreibt zur Impfproblematik, dass "Angstmacher-Ärzte unethisch handeln", wenn sie den ihnen anvertrauten Patienten die "einfachste Maßnahme" der Impfung vorenthalten, und dass sie dabei einen "missionarischen Eifer" an den Tag legen. Dabei sehe ich in seinem Brief genau das, was er zu bekämpfen vorgibt: missionarischen Eifer und Angstmacherei. In meiner über 30-jährigen Praxis habe ich nicht selten auch das erlebt: Angst und Schuldgefühle bei Eltern, die es gewagt haben, beim Kinderarzt kritische Fragen zur Notwendigkeit der Impfung zu stellen.

Eine Impfung ist nicht, wie Herr Abshagen behauptet, die "einfachste Maßnahme", sondern ein komplexer Eingriff in das Immunsystem. Dies sollen die folgenden grundlegenden Gedanken verdeutlichen. Unser Organismus hat in der Evolution gelernt, sich vor allen möglichen fremden lebenden und toten Materialen (Erreger, Giftstoffe) zu schützen, die wir in aller Regel über die Atemluft oder den Magen-Darmtrakt aufnehmen. Dafür sind diese Organe besonders ausgerüstet: An der Grenze zwischen "außen" und "innen" befindet sich eine lebendige Barriere aus unzähligen sogenannten "immunkompetenten Zellen", deren Aufgabe darin besteht, alles Fremde zu erkennen und unschädlich zu machen. Normalerweise gelangt nichts nach innen, was nicht vorher "gefilzt" und gegebenenfalls unschädlich gemacht wird.

Bei einer "Schutz"impfung wird diese Barriere umgangen, und die fremden Stoffe inklusive der Zusatzstoffe gelangen ungeprüft in das Blut und natürlich auch ins Zentralnervensystem, unter anderem auch solche Stoffe wie das Nervengift Aluminium.

Die Vorstellung, dass eine solche "Nachahmung" einer natürlichen Infektion nachhaltig folgenlos bleiben soll, insbesondere dann, wenn dies bei Säuglingen geschieht, deren Immun- und Nervensystem noch vollkommen unreif ist, finde ich mehr als gewagt, um nicht zu sagen naiv. Die ständige Zunahme der chronischen Krankheiten, wie Allergien und Autoimmunerkrankungen, aber auch neurologischer Erkrankungen wie Parkinson, MS, Demenz, Autismus (hier gibt es ernstzunehmende Hinweise auf einen Zusammenhang mit Aluminium) oder ADS bis hin zu Krebserkrankungen sind letztendlich auf ein nicht mehr ausreichend funktionsfähiges Immunsystem zurückzuführen. Bis es dazu kommt, bedarf es langer Zeiträume und wohl einer Vielzahl von Faktoren: Erbanlagen, Chemikalien, radioaktive Strahlung, Stress, psychische Belastungen und so weiter. Ich bin der festen Überzeugung, dass auch die Impfungen zu einem nicht unerheblichen Teil mit zum Zusammenbruch dieses Systems beitragen. Was ist daran "unethisch"?

Noch ein Wort zu der vom Kollegen Abshagen vorgeschlagenen "Zwangsfortbildung" für alle Kollegen: Ich nehme gern teil, vorausgesetzt, er findet für mich eine Veranstaltung, die nicht von der Pharmaindustrie gesponsort wird.

↔Herbert Waltke, Jameln

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