Online: 20.03.2015 - ePaper: 21.03.2015

"Urteil pro Kopftuch ist verfassungswidrig"

Betrifft: Karlsruher Urteil zu Kopftuch

Urteile aus Karlsruhe sind selten wirklich nützlich. Das kürzlich gefällte Urteil zum Kopftuch von muslimischen Lehrerinnen birgt mindestens zwei Erkenntnisse. 1. Die Richter sind noch ahnungsloser als das Volk, sie haben absolut kein Wissen über den Islam. 2. Sie maßen sich doch mit jedem Urteil, welches ein von der jeweiligen Regierung erlassenes Gesetz betrifft, zugleich auch eine Berichtigung der Wahlergebnisse an.

Jede Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist auch eine Rüge des Volkswillens, der durch Wahlen Ausdruck findet. Die gewählten Regierungen setzen mit den Gesetzen, die sie verfassen, den Willen der Wähler, also des Volkes, um, und da kann nicht ein Gericht daherkommen und diesen Willen nach seinem Gutdünken umdeuten. Auch nicht ein Verfassungsgericht! Wenn Gesetze auf den Prüfstand müssen, dann nur per Volksentscheid, aber nicht von diesem Gericht. Das Volk hat sich für die Gesetze entschieden, und so hat auch das Volk sich gegebenenfalls gegen die Gesetze zu entscheiden, das ist Demokratie!

Es gibt viele Fakten für das Kopftuch der Muslime, die jedoch alle verfassungswidrig sind, und somit ist dieses Urteil zugunsten des Kopftuches ebenfalls verfassungswidrig. Wenn nach dem Grundgesetz Mann und Frau gleich sind, dann kann auch keine Religion diesen Grundsatz, dieses Menschenrecht, wieder aufheben, folglich ist das Urteil aus Karlsruhe verfassungswidrig. Wenn nach Grundgesetz das Volk durch Wahlen über die Politik entscheidet, dann ist das, was die gewählten Regierungen auf den Weg bringen, Volkes Wille, und den darf auch das Verfassungsgericht weder korrigieren noch eigenmächtig abändern, also ist das Urteil pro Kopftuch verfassungswidrig.

Der Koran enthält jedoch keinen Passus, aus dem man ein Kopftuchgebot, so wie es von den Muslimen getätigt wird, herleiten kann. Es ist lediglich zu lesen, dass die Frau ihre Reize durch Kleidung verbergen soll, also kein Kopftuch. Dies ist die Willkür männlicher Muslime, und das ist verfassungswidrig. Sure 4, Vers 34: "Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen." Nun wissen wir auch das Kopftuch richtig einzuordnen, es ist nämlich Unterdrückung der Frau, was aber verfassungswidrig ist. Zudem ist für die Muslime der Koran nicht nur Glaubensbuch, sondern auch Gesetz, und demzufolge muss er überall und zu jeder Zeit seinen Glauben offenbaren und verbreiten.

Das Kopftuch wird die Neutralität des Schulunterrichts nicht nur stören, denn als sichtbares Zeichen der muslimischen Unterdrückung auch eine Art religiöser Mission darstellen, welche es ja angeblich nicht geben soll. Eine Frage an die Frauen: Wofür habt ihr gekämpft, wenn ihr solche Urteile und Unterdrückungen dann doch gutheißt? Heute ist es das Kopftuch, und welche Freiheit wird man euch morgen wieder nehmen? Der Islam ist keine Religion, er ist eine fanatische Ideologie der männlichen Herrschaft, die mit allen Mitteln auch politisch umgesetzt werden soll.

Herbert Flügel, Lüchow

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