Online: 23.03.2015 - ePaper: 24.03.2015

Lücke im Elbe-Radweg schließen

Betrifft: Lückenschluss des Elbe-Radweges zwischen Hitz-acker und Drethem

Um auf dem meist befahrenen Elbe-Radweg zwischen Hitzacker und Drethem gefahrlos weiterzukommen, muss man die Elbe mit der Fähre bei Hitzacker oder Neu Darchau queren. Um aber eine Verbindung zwischen den Ortsteilen zu schaffen und eine gefahrlose Streckenführung zu ermöglichen, ist es dringend notwendig, den Ausbau von Feld- und Waldwegen und in einzelnen Fällen auch die Neuanlage von solchen Wegen für den Radverkehr zu beschleunigen. Es besteht hier ein sehr großer Handlungsbedarf, den Elbe-Radweg auszubauen. Es muss der Tatsache Rechnung getragen werden, dass schon diese Lücke die Verkehrsteilnehmer auf die andere Seite der Elbe ausweichen lässt.

Um dies zu verhindern, ist ein breites Spektrum von Maßnahmen anzuwenden, um sowohl Freizeit- als auch den Alltagsradverkehr zu fördern. Eine Anbindung an das Radwegenetz "Elbe-Radweg" würde die Attraktivität der Orte zwischen Neu Darchau und Hitzacker für den "sanften Tourismus" deutlich erhöhen. Viele Mitbürger wären tagsüber nicht mehr nur auf die wenigen Busverbindungen angewiesen. Junggebliebene und Jugendliche ohne Führerschein könnten sich sicher und bequem mit dem Fahrrad besuchen. Radwege müssen solide angelegt werden. Ein angenehmes Umfeld des Radweges ist vor allem bei touristisch genutzten Radwegen wichtig. Daher ist besonders darauf zu achten, dass der Weg landschaftlich reizvoll gelegen ist. Wege, auf denen deutlich mehr Steigung als topografisch nötig zu bewältigen ist, sind nicht attraktiv. Mangelhafte Oberflächenqualität mindert den Fahrkomfort für den Radfahrer und ist einer der wichtigsten Gründe für die Nichtbenutzung von Radwegen. Die Folge ist entweder das Ausweichen der Radfahrer auf die Fahrbahn, was die Verkehrssicherheit außerorts erheblich beeinträchtigt, oder das Umsteigen der Radfahrer auf andere Radwege, was nicht Ziel des Radwegebaus sein kann.

Wie bei jeder Baumaßnahme stellt auch der Bau von Radwegen einen Eingriff in die Natur dar. Das Ziel ist, eine möglichst günstige Gesamtlösung unter ökologischen Gesichtspunkten zu finden, um diese Lücke im Elbe-Radweg zu schließen. Im Gegensatz zum motorisierten Verkehr verändert der Fahrradverkehr das Landschaftsbild nur geringfügig. Landstraßen sind wegen des dichten und schnellen Kfz-Verkehrs zu gefährlich. Mit einem gut ausgebauten Elbe-Radweg würde nicht nur die Stadt Hitzacker von einer großen Anzahl von Fahrradtouristen zusätzlich profitieren.

↔Jürgen Scheibe, Hitzacker

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