Online: 23.03.2015 - ePaper: 24.03.2015

Gröhes Impfquotenerhöhung

Betrifft: Minister will Impfquote erhöhen

Impfen ist - auch zum Glück in der EJZ - ein viel und kon-trovers diskutiertes Thema. Und obwohl alle Ärzte ein gewisses wirtschaftliches Interesse haben, dass ihre Patienten sich möglichst viel impfen lassen, gibt es doch viele von ihnen, die nicht nur den Nutzen vieler Impfungen in Frage stellen, sondern ernsthafte Gefahren, besonders für das Immunsystem, darin sehen und eher abraten.

Ungeachtet dessen, will nun der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe Druck auf die Bürger machen, die Impfquote deutlich zu erhöhen. "Wenn das nicht gelingt, darf eine Impfpflicht kein Tabu sein", bekräftigt er seinen Willen, der jetzt mit dem Präventionsgesetz verbindlichen Ausdruck finden soll. Im Moment gilt es noch juristisch als Körperverletzung, wenn jemand gegen seinen Willen geimpft wird.

Forscht man nach, aus welcher Richtung der Wind weht, der Gröhe dazu bringt, dieses nun um 180 Grad zu drehen, dann stößt man schnell auf die "Ständige Impfkommission" (STIKO) des Robert-Koch-Institutes. Diese 16-köpfige Kommission gibt nicht nur die aktuellen Impfempfehlungen für Deutschland heraus, auf die sich Gröhe bei seinen Vorhaben beruft, sondern die Mehrheit seiner Mitglieder hat oder hatte auch finanziellen Kontakt zur Pharmaindustrie.

Bei der Pharmaindustrie wiederum dürften die meisten der über 200 Millionen Euro landen, die Gröhes Impfquotenerhöhung den Krankenkassenbeitragszahlern kosten wird. Könnte man nicht wenigstens ein paar dieser Millionen für die Erforschung eines Impfstoffes gegen die Verflechtung von Wirtschaft und Politik investieren, bevor man das Grundgesetz über das Recht auf körperliche Unversehrtheit ändert, was nötig wäre, um eine Impfpflicht durchzusetzen?

↔Andreas Süskow,

↔Schnega

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