Online: 22.05.2015 - ePaper: 23.05.2015

Ein Nachbarschaftsstreit

Betrifft: Artikel "Wibbese ist gespalten" (EJZ vom 9. Mai)

Die Überschrift suggeriert, dass Rechte das Dorf gespalten haben. Die Polizei hat recht, es handelt sich bei den aktuellen Konflikten um einen Nachbarschaftsstreit. Es begann alles damit, dass ich einen Teil der Weiden hinter dem Nachbarn und Frau Karsten/Herrn Jahn nicht an Frau Karsten/Herrn Jahn verkaufen wollte. Bis dahin bestand ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Dass jetzt Wibbese gespalten ist, haben beide seit diesem Zeitpunkt verursacht.

Wenn es Frau Karsten und Herrn Jahn wirklich um Politik ginge, weshalb kümmern sie sich nicht um die aktiven Rechten im Landkreis? Herr Jahn bezeichnete die Bewohner aus Wibbese "mit einer generationsübergreifenden rechten Mentalität". Wundert es einen dann, dass sie im Dorf wenig Zuspruch finden?

Verwundert bin ich darüber, dass es Menschen gibt, die sich für einen Nachbarschaftsstreit instrumentalisieren lassen. Erstaunt bin ich über die realitätsferne Aussage, dass er es geschafft habe, dass ein anderes Paar weggezogen ist. Ich bin Besitzer des Hauses und Vater des Nachbarn und garantiere hiermit, dass weder Frau Karsten oder Herr Jahn irgendwelchen Einfluss darauf haben, wer dort Unterkunft bekommt.

Erstaunt bin ich auch darüber zu lesen, dass sich Herr Jahn gegen Menschenfeindlichkeit stark macht. Wo beginnt Menschenfeindlichkeit. Schon dort, wenn Frau Karsten um 5 Uhr auf dem Nachbargrundstück steht und durch das Küchenfenster observiert, wenn genervte Ämter vorbeischauen, weil Herr Jahn zum x-ten angerufen hat? Beginnt Menschlichkeit da, wo man Arbeitgeber anruft und Menschen diffamiert. Oder ist es Menschlichkeit, sich auf die Straße zu stellen und eventuell darauf zu warten, dass der Nachbar ihn zur Seite schubst?

Die Bürger in Wibbese haben sich ihre Meinung gebildet. Ach ja, es herrscht teilweise große Freude bei den Rechten, denn ohne Herrn Jahn hätten sie nie so viel Medienpräsenz erhalten.

Rüdiger Laack, Westover-

ledingen, Mitunterzeichner der Aktion "Faschismus ist

keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen"

^ Seitenanfang