Online: 01.06.2015 - ePaper: 02.06.2015

Samtgemeinde überflüssig

Betrifft: Artikel "Baustelle Rathaus'" (EJZ vom 29. Mai)

Schon im Jahre 2004 schrieb die Wochenzeitung "Die Zeit" über das Wendland: "Zu wenig Einwohner, zu viele Mandatsträger und hohe Schulden - der Landkreis Lüchow-Dannenberg braucht eine Verwaltungsrevolution.” Und nun wird uns in der EJZ von heute die "Baustelle Rathaus” - sprich: Rathaus Gartow - präsentiert, deren Sanierung sage und schreibe 615000 Euro kostet. Wie viel sinnvoller ließe sich das Geld zum Beispiel für Kindergärten, Radwege und so weiter ausgeben? Denn die Samtgemeinde Gartow ist so überflüssig wie ein Kropf und sollte, wie ursprünglich geplant, mit in die Samtgemeinde Lüchow integriert werden.

Aber dank des Atom-Industrie-Sponsoring, sprich Gorleben, meint man in Gartow, sich eine eigene Samtgemeinde mit all ihren überflüssigen Kosten leisten zu können. Dies nenne ich Resourcenverschwendung! Denn Bürgerbüros mit ihren allumfassenden EDV-Vernetzungen können den Bürgern vor Ort immer umfassende Auskünfte erteilen. Das können wir Bürger von Hitzacker, die der Samtgemeinde Elbtalaue angehören, aus jahrelanger Erfahrung bestätigen.

Man kann nur staunen, dass die Bürger der Samtgemeinde Gartow das Spiel ihrer Politiker nicht durchschauen: "Ich bin wichtig, ich habe Macht - bis zum Deichverband.” Zuckersüß sind doch eigene Wichtigkeit und die immerfort fließenden Sitzungsgelder. Vielleicht könnte man das sanierte Rathaus Gartow zu einem Flüchtlingscafé umnutzen, dann würden Atomgelder meines Erachtens mal wirklich sinnvoll eingesetzt.

Holger Burmeister, Hitzacker

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