Online: 09.06.2015 - ePaper: 10.06.2015

Negativer Impuls des Kommentars

Betrifft: Kommentar von Benjamin Piel "Das geht zu weit" (EJZ vom 23. Mai)

Als unmittelbar Betroffene habe ich mit großem Staunen Herrn Piels Kommentar zum KLP-Punkt Wibbese gelesen. Erst ein umfassender, sehr sachlicher und fairer Artikel ("Wibbese ist gespalten", EJZ vom 9. Mai) und dann dieser Nachschlag, in dem unter anderem von unfreiwilliger Tanzbären-, Zoo- und einer Nazi-buh-Situation erzählt wird. Wäre Herr Piel am Eröffnungstag vor Ort gewesen, hätte er erleben können, wie dieses Geschehen vom rechtsradikalen Nachbarn mit lautem Rasentrimmer während des Konzerts deutlich provoziert und die Reaktion der Zuschauer von ihm sichtlich genossen wurden.

Die überwiegende Anzahl der Besucher, auch von weit her, mit erheblichem Informationsbedarf und Interesse haben die Arbeit dieses KLP-Projektes unbedingt gerechtfertigt. Nicht zu verstehen ist deshalb der negative Impuls des Kommentars an das KLP-Plenum.

Zum Schluss noch eine Bemerkung zum Leserbrief des Vaters Rüdiger L. (23. Mai): Sein Brief zum Thema wurde bislang als einziger veröffentlicht. Bezeichnend ist dabei, dass wiederum eine politische Konfrontation auf nachbarschaftliche Auseinandersetzung reduziert wird. Als Unterzeichner einer antifaschistischen Aktion solle er doch lieber positiven Einfluss auf seinen Sohn und dessen ideologische Verirrung nehmen als solchart Leserbriefe zu schreiben.

Sabine Korinman,

Wibbese

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