Online: 15.06.2015 - ePaper: 16.06.2015

Das war kein Meisterstück

Betrifft: Artikel "Kein Bekenntnis zum FRG" (EJZ vom 27. Mai)

Eine Bürgermeisterin ist bereit, das Gymnasium ihrer Stadt für eine IGS zu opfern. Für mich als Mitglied des Fördervereins ist und kann es nicht gleichgültig sein, was da im Rat der Stadt Dannenberg zur Zeit besprochen wird. Warum sich dieser Stadtrat überhaupt mit diesem Thema beschäftigt, ist mir unverständlich, da allein der Landkreis der Träger der Gymnasien ist. Was also soll diese Diskussion um ein Votum?

Es ist doch klar: Die Attraktivität einer Stadt steht und fällt auch mit dem Standortvorteil eines vor Ort erreichbaren Gymnasiums. Eltern mit leistungsstarken Kindern werden im Zweifel abwandern. Wird dann wieder jemand ankündigen, dass niemand die Absicht habe, eine "Grenze" zu errichten, wenn es um Kosten für die Schülerbeförderung geht, um Eltern an eine IGS zu binden? Das hatten wir doch schon einmal.

Wird hier eine Ideologie auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen? Begrüßenswert ist der Gedanke der Förderung leistungsschwacher Schüler. Wahrlich mir fehlt der Glaube angesichts der schleppend anlaufenden Inklusion an allen Schulen und mir gerät zu sehr das Fordern unserer leistungsstarken Schüler im Landkreis aus dem Blickwinkel.

Wann wird endlich im Hinblick auf die zukünftigen Schülerzahlen im Landkreis der Vorschlag des damaligen Schulleiters, Herrn Thiele, wieder aufgegriffen, ein gemeinsames "Gymnasium Lüchow-Dannenberg" an mehreren Standorten mit einem weiter gefächerten Angebot als bisher zu schaffen?

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft (oder wie hier aufgibt), hat bereits verloren. Nein, Frau Bürgermeisterin, das war wahrlich kein Meisterstück für Dannenberg.

Rainer Künne-Rosien,

Pudripp

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