Online: 30.06.2015 - ePaper: 01.07.2015

Erst ein Studium absolvieren?

Betrifft: Artikel "Kein Leckerli für Hundetrainer" (EJZ vom 12. Juni)

Nachdem wir den Artikel gelesen und beim dritten Lesen den Eindruck einfach nicht mehr loswerden konnten, dass die Mitarbeiterinnen und -arbeiter, einschließlich des zuständigen Veterinärarztes als Leiter "des Fachdienstes Veterinärwesen", von jeder Sachkenntnis ungetrübt zu sein scheinen, haben wir einige Fragen an diese: Muss ein Hundetrainer, um tätig sein zu können, erst ein veterinär-medizinisches Studium absolviert haben, um ein "Mindestmaß an Sachkunde" nachzuweisen? Wo steht etwas geschrieben oder existiert auch nur ansatzweise eine Verordnung auf Bundes-, Landesebene, wie der Begriff "Mindestmaß an Sachkunde" auszulegen ist? Warum kann jeder Landkreis für sich entscheiden, wie das "Mindestmaß an Sachkenntnis" auszusehen hat?

Wir jedenfalls waren mit unserem jetzigen Hund zum Training bei Frau Schulz-Hentschel äußerst zufrieden und haben es sehr bedauert, sie nicht früher kennengelernt zu haben. Herr Dr. Thiel kann uns natürlich auch die Fähigkeit absprechen, mit dem Hund fach- und artgerecht umzugehen, da wir auch kein veterinär-medizinisches Studium absolviert haben.

Was wir uns noch fragen: Warum hat eigentlich nie eine Begutachtung von Frau Schulz-Hentschel bei der Arbeit stattgefunden? Wir jedenfalls haben dort keinen zu Gesicht bekommen - schon gar nicht Herrn Dr. Thiel, den wir bei anderer Gelegenheit kennenlernen konnten? Die von ihm zitierte Bund-Länder-Arbeitsgruppe ist in unseren Augen schlichtweg vorgeschoben und scheint willkürlichem Vorgehen Tür und Tor zu öffnen. Anders können wir uns nicht erklären, dass von Veterinäramt zu Veterinäramt unterschiedlich interpretiert wird, worin das "Mindestmaß an Sachkunde" besteht.

↔Monika und Ulrich

↔Lauenburg, Göhr

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