Online: 02.07.2015 - ePaper: 03.07.2015

Querschüsse und Miesmacher

Betrifft: Dorfmitte Zernien

Als nach langen Bemühungen und beharrlichen Verhandlungen nicht zuletzt auf Initiative des Bürgermeisters Fördermittel zur Dorferneuerung und auch zur Neugestaltung der "neuen Dorfmitte" in Zernien mit Marktplatz und Gemeindezentrum bewilligt wurden, als diese Maßnahmen trotz vielfältiger Querschüsse aus der eigenen Gemeinde vollendet wurde, gab es allgemein Anerkennung und Bewunderung für diese auch in die Zukunft gerichtete Maßnahme. Umso ärgerlicher ist, dass nun im Nachhinein versucht wird, dieses Projekt von verschiedenen Seiten mies zu machen.

Wenn an den verschiedenen Getränkestellen lauthals verkündet wird, zum Beispiel "anderswo werden Dorfgemeinschaftshäuser zu gemacht, hier baut der Bürgermeister eins" oder "der Bürgermeister will sich ein Denkmal setzen" oder "der Bürgermeister hat Schuld an den hohen Anliegergebühren", so ist das nicht einmal mehr Kritik, sondern doch eher nur Stänkerei und muss und kann wohl in einer bunten Gesellschaft ertragen werden.

Bei gewählten Gemeinderatsmitgliedern sollte man jedoch ein Verhalten im Sinne des Pluralismus erwarten können, zumindest in Bezug auf Wertekodex und Fair Play. So ist es wohl nicht zum Gemeinwohl, wenn die Nutzung des neuen Marktplatzes als Wochenmarkt boykottiert wird, auch wenn augenscheinlich Standgebühren der Marktbeschicker auf einem privaten Parkplatz wegfallen oder der Markt eben nicht mehr vor der eigenen Haustür stattfindet.

Ebenso fraglich ist das Bemühen, die vom jetzigen Bürgermeister initiierte und äußerst erfolgreiche Gewerbeschau zu torpedieren, mit fadenscheiniger Begründung: Die Mottos wären ausgegangen. Anstatt gemeinsam nach einem Motto zu suchen, wird hier augenscheinlich versucht, die Sache schlecht zu reden oder gar den Bürgermeister zu demontieren. So stellt man sich eine kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung einer Gemeinde ganz gewiss nicht vor. Wie man dann die öffentliche Aussage "der Nachfolger des jetzigen Bürgermeisters könne und wolle dessen Arbeit nicht fortsetzen" verstehen soll, bleibt jedem Bürger selbst überlassen. Man kann nur hoffen, die Bürger halten bis zur nächsten Wahl die Augen und Ohren offen. ↔Friedrich Wilhelm Meyer

↔Zernien

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