Online: 31.07.2015 - ePaper: 01.08.2015

Versprechen jetzt einlösen

Betrifft: Artikel "Freibadzuschuss geteilt" (EJZ vom 13. Juli)

In dem Artikel über die Freibäder wurde angekündigt, dass sich der Verwaltungsrat des Wasserverbandes Dannenberg-Hitzacker in seiner September-Sitzung mit der Höhe der Abwassergebühr beschäftigen will. Ich weise auf Folgendes hin:

1. Eine Eigenkapitalverzinsung von 5,5 Prozent, die der WV seinen Kunden zurzeit in Rechnung stellt, ist bei dem derzeitigen Zinsniveau nicht mehr vermittelbar. Davon abgesehen gibt es kein Gesetz, welches eine Verzinsung des Eigenkapitals vorschreibt. Würde man alle sogenannten "kalkulatorischen Kosten" abschaffen, könnte die Abwassergebühr halbiert werden.

2. Die EVE soll nach Aussage des Wasserverbandes in der Gewinnzone sein. Sie braucht daher keine Finanzspritzen vom WV mehr.

3. Der WV hat etwa zwei Millionen Euro aus Überschüssen bei den Abwassergebühren an die EVE verliehen. Durch die Zinseinnahmen konnten die Erträge des WV sicherlich spürbar gesteigert werden.

4. Die Stromkosten sind nicht weiter gestiegen, sondern im Großhandel sogar gefallen.

Alles gute Voraussetzungen für eine deutliche Senkung der Gebühren. Weiterhin möchte ich daran erinnern, dass Hitz-acker deutlich höhere Abwassergebühren als Dannenberg zahlt. Es wurde vor einiger Zeit zugesagt, über eine Angleichung nachzudenken. Nun ist es an der Zeit, dieses Versprechen einzulösen.

↔Christian Guhl, Hitzacker

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