Online: 31.07.2015 - ePaper: 01.08.2015

Kulturringunentbehrlich

Betrifft: Artikel "Suche nach Kultur-Gerechtigkeit" (EJZ vom 16. Juli)

Der Kulturring Dannenberg in Symbiose mit dem Ohmschen Haus ist ein kostbares Kleinod. Er bindet durch seine erstklassigen Veranstaltungen die Einwohner an den Ort und zieht weitere aus dem Umland an. Unsere Freunde und ich - als Mitglied des Kulturrings - nehmen das Angebot gerne, dankbar und sehr häufig an. Dannenberg ist kulturell attraktiv. Ohne Initiativen wie Hellas Theaterclub oder Raum2 schlechtzureden, ihre Klientel ist eine andere, und der Vergleich mit dem Kulturring darf als verfehlt kritisiert werden. Das Ohmsche Haus ist vor allem für die in Dannenberg stark vertretende ältere Generation, die kulturell sehr aufgeschlossen ist, eine unentbehrliche Institution. Es ist gut erreichbar und hat ein verlässliches, anspruchsvolles Programm. Dazu gehört die gute und lang vorauseilende Planung und Verpflichtung der Künstler. Diese hohe Qualität sollte der Stadtrat durch seine Beschlüsse nicht irreversibel kaputt spielen.

Nach einer abendlichen Veranstaltung in Hamburg fahren dort noch öffentliche Verkehrsmittel, eine Bahn nach Dannenberg aber nicht mehr. Ohne den Kulturring würden wir als Freunde kultureller Veranstaltungen dazu tendieren, den Wohnsitz weg nach Hamburg zu verlagern. Es ist bedauernswert genug, dass viele Geschäfte in der Langen Straße leerstehen und das Geschäftsleben in der Innenstadt immer weiter ausdünnt. Wenn nun der Stadtrat mit Fleiß auch noch das kulturelle Leben herunterfährt, wird er damit eine weitere Verödung beschleunigen.

↔Joachim Reuland, Görnitz

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