Online: 13.09.2015 - ePaper: 14.09.2015

Vorschläge für Bahntrassen

Betrifft: Verkehrspolitik in Lüchow-Dannenberg (Leserbrief von Jutta von dem Busssche, EJZ vom 12. August)

Die Verkehrspolitik des Landkreises könnte man als eigennützig beschreiben. Bestes Beispiel ist der Leserbrief von Frau von dem Bussche, der sich damit beschäftigt, den Güterverkehr durch Hitzacker zu blockieren. Dann kommt der Kreistagsabgeordnete Kurt Herzog (Die Linke), der in der Bahnhofstraße in Dannenberg wohnt. Er votiert ebenfalls gegen den Bahnverkehr. Hier passt der der Vergleich mit dem Titel vom Theaterstück "Biedermann und die Brandstifter". Man kann es ja sowieso nicht jedem Recht machen. Doch sollte Politik nicht gemeinnützig sein?

Unser Landrat Jürgen Schulz (parteilos) hatte eine gute Idee: Mit dem Gutachten des Herrn Breimeier eine Eisenbahntrasse über die Elbe durch ein Naturschutzgebiet zu entwickeln. Das ist jedoch mit dem bunten Haufen im Kreistags sowieso nicht realisierbar. Mit dieser politischen Konstellation ist eben keine Wirtschaftspolitik sowie Verkehrspolitik zu machen.

Ich schlage zwei Alternativen vor: Die alte Eisenbahntrasse über Lüchow nach Salzwedel sollte reaktiviert werden, dann kann der Zugverkehr über die alte Trasse Salzwedel - Arendsee über Wittenberge die bestehende Elbbrücke nutzen.

Der zweite Vorschlag wäre, die Bahnline über Lüchow auf der alten Trasse der Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn wieder zu beleben. Im Anschlus wäre dann eine Verlängerung von Schmarsau zu der Trasse Salzwedel-Wittenberge zu schaffen. Dadurch könnte der Kurort Arendsee tourismusmäßig noch profitieren. Ebenso könnte der Landkreis als Eigentümer der Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn dadurch noch Geld verdienen, in dem er die Trasse in eigener Regie betreibt. Denn hier wohnt ja keiner der Bunten Riege des Kreistages an dieser Trasse.

↔Uwe Leitner, Lüchow

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