Online: 18.09.2015 - ePaper: 19.09.2015

Zirkus der Zukunft

Betrifft: Artikel "Zwischen Traum und Pop" (EJZ vom 5. September)

Elefanten müssen alberne Kunststücke zeigen, Löwen durch Ringe springen - welch Perversion. Wildtiere, degradiert zu willenlosen Geschöpfen und Witzfiguren. Scheinbar befinden wir uns in der Welt des finsteren Mittelalters zwischen Gauklern und Tanzbären. Wie viel Angst, Schmerz und Unterdrückung haben zu dieser Unterwerfung geführt? Elefanten an Ketten, Löwen, Tiger und Bären in Käfigwagen, gesetzliches Mindestmaß fünf Quadratmeter pro Raubkatze. Lebensraum? Transporte von durchschnittlich acht Monaten im Jahr. Artgerecht? Es gibt erfolgreiche Zirkusse, die beweisen, dass es auch ohne Tiere geht. Kein Tier sollte dafür leiden, dass wir Menschen eine so zweifelhafte Unterhaltung haben. Der Zirkus der Zukunft sollte anders sein: Kreativität schlägt Gewalt. Fantasie besiegt Unterdrückung. Freude triumphiert über Dressur.

Irene Opitz

Neu Darchau

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