Online: 18.09.2015 - ePaper: 19.09.2015

Regelmäßige Pflege

Betrifft: Leserbrief "Von wegen Vorfahrt fürs Rad" (EJZ vom 15. September)

Der Autoverkehr nimmt zu, er verstopft Straßen - nicht nur in Großstädten. Auch in der Langen Straße in Lüchow verpestet er die Luft und belästigt Anwohner. Punkt. Und wir Radfahrer klagen über zu enge und zugeparkte Radwege. Dabei gibt es in deutschen Haushalten längst viel mehr Fahrräder als Autos - rund 68 Millionen laut Statistischem Bundesamt. Und trotzdem erfährt des Deutschen liebstes Kind - das Auto - noch immer die größte Förderung. Dabei muss es doch heißen, es den Radfahrern so leicht wie möglich und den Autofahrern möglichst schwer zu machen. Das heißt aber auch, dass die Bundesregierung die Förderung für den Radverkehr kräftig aufstocken muss. In diesem Jahr ist hierfür nur eine Fördersumme von 95,5 Millionen Euro eingeplant. In den ländlichen Regionen werden aktuell gerade einmal acht Prozent aller Wege mit dem Drahtesel zurückgelegt. Noch immer ist das Klischee leider Realität, dass der "böse" Nachbar die Brötchen und Zigaretten im nahe gelegenen Geschäft per Auto einkauft. Dabei bietet sich gerade in unserer Region, im Wendland, das Rad als Fortbewegungsmittel an, da unsere Region kaum nennenswerte Steigungen aufweist. Für ein mehr an Sicherheit würde natürlich auch der vermehrte Ausweis von Tempo-30-Zonen sorgen. Das dürfte sich nicht nur auf die Gebiete rund um Schulen und Kindergärten beschränken. Bestehende Radwege sollten natürlich auch regelmäßig gepflegt werden. Es darf nicht sein, dass ein defekter, abgesackter Radweg, wochenlang auf seine Reparatur wartet wie beispielsweise in Hitzacker in der Dannenberger Straße. Solch eine Situation würde man einem Autofahrer niemals zumuten.

Holger Burmeister, Hitzacker

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