Online: 01.10.2015 - ePaper: 02.10.2015

Den Schwachen hilf, treu zu sein

Betrifft: Artikel "Sein Lächeln gegen den Krieg" (EJZ vom 19. September)

Danke für diesen sehr einfühlsamen Artikel in der EJZ über den Syrer Mohamad. So habe ich es in der vergangenen Woche vielfach auch erlebt. Am Rand war ich neben meinen Erste-Hilfe-Kursen immer mal wieder in der Flüchtlingsunterkunft, um mich mit meinem syrischen Freund aus Gartow nützlich zu machen. Die letzte Woche war so turbulent und intensiv, als ob alles schon viele Wochen zurück liegen würde. Dank aber auch an die vielen Übersetzer, das medizinische Team, die DRK-Kleiderausgabe, an die Polizisten, ob jung oder alt, die plötzlich aus ihrem Tagesbetrieb gerissen wurden, die immer freundlich, zugänglich waren und letztlich Dank auch an die vielen ehren- und hauptamtlichen Johanniter; denn etwas stolz dürfen wir Johanniter schon sein: Gibt es unser Logo, das achtspitzige weiße Kreuz auf rotem Grund bereits seit 1000 Jahren; und seit 1000 Jahren kümmern sich die Johanniter bereits um ihren hilflosen Nächsten, getreu dem Ordensgebet "Den Schwachen hilf, treu zu sein, den Schwachen hilf!" So vielfältig die sozialen Aufgaben der Johanniter auch sind, wenn sie gerufen werden, sind sie da - und das kennen wir ja aus dem Wendland nur zu gut: Hochwasser, Waldbrand, Katastrophen - dann stehen wir zusammen und helfen selbstlos. Johanniter-Geist? Immerhin hatte der Johanniter-Orden seinen Hauptsitz im Mittelalter für mehrere Jahrzehnte in Gartow, und seit über 100 Jahren gibt es das Johanniter-Haus in Dannenberg.

↔Hans Martin Ulrich

↔Gartow

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