Online: 05.10.2015 - ePaper: 06.10.2015

Pflicht zur Erhaltung

Betrifft: Leserbrief zu "Schlagloch an Schlagloch" (EJZ vom 11. September)

Tiesmesland kommt auf die Seite 1 der EJZ: Hitzacker "nimmt ... 200000 Euro in die Hand", um unsere Dorf-"Straße zu sanieren". Grandios. Wer klopft sich damit bloß jetzt schon wieder auf seine Schultern? Es hört sich an wie eine Wohltat, fällt aber schon bei einem ersten Hinschauen als Kartenhaus in sich zusammen. Denn was hier laut EJZ zu "sanieren" oder "instand zu setzen" sei, das gibt es real schon längst nicht mehr. Besagte (einstige) "Straße" ließ Hitzacker über Jahre, wahrscheinlich über Jahrzehnte verkommen, wodurch für eine Sanierung oder Instandsetzung keine ausreichende Substanz mehr da war. Der Trick: Erhaltende Reparaturen sind Hitzackers Pflicht. Wenn nun aber nichts mehr da ist, was sich erhalten lässt, dann müssen Abriss und Neubau her. Die dafür entschieden höheren Kosten aber lassen sich ganz legal den Anrainern aufbrummen: Im Fall Tiesmesland bis zu 50000 Euro je nach Grundstücksgröße. Und das ist nicht etwa der Preis für die Straße. Nein, es handelt sich ‚bloß' um den Anteil für einen einzigen Anlieger. Ob und wen man damit in den Ruin treibt, mag ich nicht beurteilen. Und ob "Tiesmesland (wirklich) darauf gewartet" hat, das mögen einige Leser wohl anders beurteilen als ihre EJZ.

↔Horst Baumhauer

↔Tiesmesland

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