Online: 09.10.2015 - ePaper: 10.10.2015

Heiterkeitserfolgeder A39-Werbespots

Betrifft: IHK-Werbefilme pro A 39

Derzeit läuft im Vorprogramm der Kinos der erste A-39-Propaganda-Film der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg und ruft ­ - so habe ich erfahren - bei den Kinobesuchern oft Gelächter oder sogar Rufe "Keine A 39" hervor. In dem Filmchen wird eine angeblich "alleinerziehende Frau gezeigt, deren Mann als Pendler wegen der fehlenden A 39" angeblich kaum zu Hause ist. Anmerkung nebenbei: Einer Frau, deren Mann als Pendler von und nach Hamburg oder Wolfsburg mit der Ausrede "Keine A 39" angeblich nicht zur Familie kommen kann, sollte besser über andere Gründe für dessen Dauer-Fernbleiben nachdenken als über die fehlende A 39…

Die weiteren IHK-Werbefilme dürften für ähnliche Heiterkeits-Reaktionen in den Kinos sorgen: Zwei hiesige Unternehmer kriegen es in einem dieser Spots einfach nicht auf die Reihe, ohne eine A 39 ihr Rohmaterial oder auch nur Nahrungsmittel rechtzeitig in die Region zu schaffen. Ein künftiger Vater überlegt ernsthaft, ob man hierzulande bei der Geburt des Kindes überhaupt rechtzeitig ein Krankenhaus erreichen könnte oder ob man nicht doch besser "den Standort" wechseln müsse. Auch Fans des VfL Wolfsburg stellt ein Werbefilm als unfähig dar, rechtzeitig das Stadion zu erreichen.

Die IHK macht unseren Standort mit hergesuchten Behauptungen in düstersten Farben völlig zu Unrecht schlecht und stellt die hier Lebenden und Wirtschaftenden wie depperte Hinterwäldler dar: Das Motto der Filme "Ohne A 39 fehlt dir was" passt deshalb zur weitverbreiteten Meinung: "Ohne IHK fehlt dir nichts"…

↔Eckehard Niemann,

↔Bienenbüttel

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