Online: 16.10.2015 - ePaper: 17.10.2015

Innere Werte zählen

Betrifft: aktuelle Flüchtlingskrise

Wenn ich in das Ausland gehe, habe ich die Gesetze und Gepflogenheiten des jeweiligen Gastlandes zu respektieren und einzuhalten. Genauso verhalte ich mich als Besucher in einer anderen Familie bei Einladungen. Wenn ich zum Beispiel Raucher bin, dann verzichte ich auf das Rauchen, wenn es die Gastgeber oder andere Anwesende stört. Wenn ich Glück habe, finde ich eine Raucherecke in Absprache und Duldung mit den Gastgebern.

Ergo: Wenn ich als Anders-Gläubiger in ein Land komme, habe ich den Glauben (und die Gesetzgebung, die Lebensweise) der jeweiligen Landesbewohner zu respektieren. In Deutschland wohnen überwiegend Menschen mit christlicher Glaubens-Ausrichtung.

Ich kann und werde es nicht akzeptieren, dass ich als christlich orientierter Mensch, von Menschen anderer, teils radikal orientierter Glaubens-Ausrichtung als ungläubig, unrein und so weiter tituliert werde. Persönlich habe ich mit der Institution Kirche abgeschlossen, bin aber trotzdem Christ.

Ob jemand zu Gott, Jawe, Jehova, Allah, Buddha oder sonst etwas betet, ist mir ehrlich egal! Für mich zählt das Wunderwerk Mensch. Egal, welche Hautfarbe, welche Herkunft, welchen gesellschaftlichen Status und so weiter der Mensch hat.

Die inneren, menschlichen, gelebten Werte zählen für mich. Egal, wo du geboren bist. Wenn du ungerechter Weise verfolgt und/oder bedroht wirst, hast du Recht auf Schutz und Hilfe. Hauptsache: Ehrlich, offen, menschlich und so weiter.

Wolfgang Pedersen,

Hitzacker

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