Online: 26.10.2015 - ePaper: 27.10.2015

Über den Tellerrand schauen

Betrifft: Leserbrief "Eine riesige Bombe" von Dirk Carlson (EJZ vom 22. Oktober)

Leider wird hinsichtlich der vielen Flüchtlinge, die in unser Land kommen, immer nur "humanitär" argumentiert, was die Verwirrtheit von Herrn Carlson vielleicht erklärt. Versuchen wir es doch einmal ökonomisch. Seit vielen Jahren leidet Deutschland unter einer sehr niedrigen Geburtenrate mit Folgeproblemen zum Beispiel bei den Renten. Die Familienförderung ändert daran wenig. Rund 100000 Euro müssen Eltern in Kinder investieren, bis diese "produktiv" werden - von den öffentlichen Ausgaben wie zum Bespiel Schulen ganz zu schweigen. Um wie viel "rentabler" ist es da doch, fertige Twens zu "importieren" und die ersparten öffentlichen Mittel für Integration zu verwenden? Allerdings muss man dann auf Rasse- und Blutideologien verzichten und alle Menschen als gleich betrachten! Stören sollte allenfalls diese neue Art der Ausbeutung anderer Länder, die auf eigene Kosten Menschen ausbilden, um dann bei uns produktiv zu werden. Selbst wenn diese Menschen irgendwann in ihre Heimat zurückkehren, verfügen unsere Unternehmen dann über eine starke Position bei dem Wiederaufbau. Eine französische rechte Zeitung soll diese langfristige Stärkung Deutschlands bereits als Bedrohung Frankreichs beschrieben haben; dort schauen Rechte wohl mehr über den Tellerrand.

Dr. Karl-Heinz Jastram,

Hitzacker

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