Online: 08.12.2015 - ePaper: 09.12.2015

Eine Fehlinvestition

Betrifft: Artikel "Ampel funktioniert wieder" (EJZ vom 2. Dezember)

Selbstverständlich konnte derjenige, der sich für die Ausgabe von 260000 Euros stark gemacht und sie durchgesetzt hatte, die Sinnlosigkeit dieser Investition nicht zugeben. Und das, "obwohl man ein Jahr lang beobachtete, wie das Unfallgeschehen an diesem Knotenpunkt sich wohl entwickelte".

Was dabei heraus kam war nichts, sondern nur die Beschädigung eines Ampelmastes durch eine Fahrerin. Ich habe allerdings gesehen, dass auch der blaue Pfeil auf der Verkehrsinsel umgefahren wurde. Ohne die Ampel wäre das alles nicht passiert.

Was nicht beobachtet wurde (oder vielleicht doch?), ist die scharf abknickende Führung des Verkehrs durch eine die Fahrbahn verengende Insel, von Hitzacker kommend in Richtung Neu-Darchau. Nachweis sind die zahlreichen Gummiabriebe am Kantstein, unter anderem durch öffentliche Verkehrsmittel.

Es ist erschütternd, wie Funktionäre öffentlicher Ämter unsere Steuergelder verwalten. Diese Ampel war eine Fehlinvestition und ist eine Behinderung des Verkehrs. Wir, die wir täglich mehrmals durch diese Ampelanlage fahren und fast ständig bei Rot Schlange stehen mussten, waren heilfroh, als wir feststellten, dass sie abgeschaltet war. Wir hatten allerdings vermutet, dass irgendein verantwortungsvoller Politiker sich der Angelegenheit angenommen hätte. Weit gefehlt! Nun bilden sich wieder Schlangen, und die nicht weit entfernten Anwohner leiden unter erhöhtem Schadstoffausstoss und dem Geräusch laufender Motoren. Selbst nachts weit nach Mitternacht war die Ampel während der letzten Funktionsphase noch in Betrieb.

↔Dieter Schönefeld,

↔Hitzacker

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