Online: 08.12.2015 - ePaper: 09.12.2015

Gehwege in Gedelitz sind nachts stockdunkel

Betrifft: Artikel "Dieser Preis ist (nicht) heiß, schlechter Zustand des Radweges in Gedelitz" (EJZ vom 2. Dezember).

Ja es ist richtig, die beiden Rad-/Gehwege in Gedelitz sind in einigen Bereichen nicht wirklich in gutem Zustand. Die Wege sind in die Jahre gekommen. Damals war ursprünglich nur ein Weg geplant, und zwar, weil EU-Gelder vorhanden waren, die verbraucht werden sollten, um in den Folgejahren wieder in den Genuss von EU-Mitteln zu kommen. Es gab eine Dorfversammlung, und die Mehrheit der Gedelitzer Einwohner war damals zuerst nicht für den Bau des einen Weges. Die Gründe zu der Zeit, als es auch noch Viehtrieb im Dorf gab, waren unterschiedlich. Manche fürchteten zusätzliche Arbeit durch Viehtrieb oder Winterdienst, und es gab auch keine Einigkeit, auf welcher Dorfseite der Weg gebaut werden sollte. Erst nach erheblichem Druck des damaligen Gemeinderates ("willst du dafür verantwortlich sein, wenn auf der Straße ein Kind zu Schaden kommt") und der Zusage, auf beiden Dorfseiten einen Weg zu pflastern, gab es mehrheitliche Zustimmung im Dorf. Mittlerweile hat sich viel verändert. Der Viehtrieb ist bis auf ganz wenige Einzelereignisse Geschichte, und vor allem hat der Verkehr auf der Straße deutlich zugenommen. Gerade für Kinder und ältere Menschen sind die Wege heute unerlässlich. Auf Wunsch könnten auch Beweisbilder von Fußgängern oder Fahradfahrern geliefert werden, die die Wege tagsüber benutzen. Die Kritik des Vereins Cycleride über den Zustand der Fuß-/Radwege ist für mich nachvollziehbar, da die Radfahrer ja durch entsprechende Verkehrsschilder dazu verpflichtet sind, den teils schlechten Radweg zu benutzen. Viel gravierender für mich als Einwohner ist jedoch der Umstand, dass es auf den Geh-/Radwegen nachts stockdunkel ist. Die Dorfbeleuchtung beleuchtet die Straße, und auf den Gehwegen sieht man absolut nichts. Seiner Zeit wurde die Beleuchtung, anders als in anderen Dörfern (z. B. Groß Breese) nicht dem neuen Umstand der Geh-/Radwege angepasst. Es ist in Gedelitz fast üblich im Dorf, dass man bei Dunkelheit nicht den Gehweg benutzt, sondern auf der ausgeleuchteten Straße geht, was verkehrsrechtlich natürlich nicht richtig ist, da durch die Ausschilderung jeder Fußgänger dazu verpflichtet wäre, den Gehweg zu benutzen, auch mit der Gefahr in völliger Dunkelheit zu stürzen. Die Straßenbeleuchtung ist, davon abgesehen, dass sie auch keinen Schönheitspreis gewinnen wird, nicht zeitgemäß, da sie meines Wissens nach nicht mit Energiesparlampen nachgerüstet werden kann. Um Energie zu sparen, wurden die Lampen - soweit mir bekannt - gedimmt, was der Ausleuchtung der Wege natürlich zusätzlich nicht dienlich war. Auf diese Umstände ist die Gemeinde schon vor einigen Jahren während der damaligen Planungsphase der Dorferneuerung hingewiesen worden.

↔Uwe Zitterbarth, Gedelitz

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