Online: 04.01.2016 - ePaper: 05.01.2016

Schüler brauchen eine Übergangslösung

Betreff: Leserbrief zum Artikel "Aus für Südkreis-Schulen" (EJZ vom 9. Dezember)

Die Samtgemeinde-Verwaltung konnte oder wollte folgendes nicht zur Kenntnis nehmen: Den Eltern und Lehrern in Schnega geht es um eine gute, kompromissorientierte Übergangslösung. Denn die muss her, wenn laut Statistik - plötzlich - mehr Kinder in Clenze zur Schule gehen werden, als anfangs berechnet. Eine gute Übergangslösung hieße: 1. Einen ruhigen Start für das neue Schulkonzept in Clenze zu ermöglichen. Keine überfüllten Lernlandschaften, keine Lernlandschaft in einem Lehrerzimmerzimmer, kein Umzug dieser Lernlandschaft nach einigen Monaten in ein frisch gebautes Hortgebäude. 2. Eine ruhige Lernatmosphäre für die bisherigen und neuen Schüler aus den Gemeinden Schnega und Bergen zu schaffen. Das wäre durch eine - vorübergehende - Fortführung des Schulbetriebs in einer der beiden Schulen möglich gewesen. Mit erprobten Räumen, engagierten Lehrern und einem pädagogischen Konzept, das seit Jahren Kinder in die weiterführenden Schulen entlassen hat, die gut rechnen und schreiben können. Nach drei bis vier Jahren wird sich das Schulkonzept in Clenze bewährt haben. Dann könnten die Schnegaer und Bergener Kinder ohne Probleme in das neue Schulsystem eingegliedert werden. 3. Kein Geld aus dem Fenster zu werfen. Die Samtgemeinde-Verwaltung will nun einen Hort bauen, dessen Bedarf umstritten ist. Ihn mit speziellen Lernlandschaften-Mobiliar ausstatten, dessen Kosten sie noch nicht weiß. Und ihn nach der - vorübergehenden - Übergangslösung mit einigen Baumaßnahmen in einen Hort umgestalten, deren Kosten auch noch nicht beziffert wurden.

Dafür ist Geld vorhanden. 60000 Euro, um eine Schule in Schnega für die vier Jahre der Übergangslösung (?fit?) zu machen, eben nicht. Nachhaltigkeit - Das Modewort der Verwaltung - ist das nicht.

↔Victoria von Gottberg, ↔Leisten

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