Online: 04.01.2016 - ePaper: 05.01.2016

Internetzugang ganz wichtig

Betrifft: Artikel "Millionen in Aussicht" (EJZ vom 16. Dezember)

Was zunächst beim Lesen dieses EJZ-Aufmachers sehr verlockend klingt, verblasst doch schnell bei der Aufzählung von Hürden bis zu einer Realisierung. Bereits vor Jahren hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel das Thema "Internet-ausbau in ländlichen Gebieten" zur Chefsache erklärt. Bereits (mindestens) zweimal wurde im Landkreis schriftlich abgefragt, wo denn die potenziellen Kunden für einen Internetausbau sitzen. Die Ergebnisse zum Ausbau des Internets waren ernüchternd, denn es gab keine.

Nun aber winken 50000 Euro für die Vorbereitung einer Planung des Internetausbaus durch den Landkreis, der aus den Erfahrungen früherer Projekte möglicherweise nicht über die Fachkompetenz einer solchen vorbereitenden Planungsaufgabe verfügt. Um den Internetausbau im Landkreis noch erlebbar zu machen, sollte die Kreisbaurätin Maria Schaaf auf die Ergebnisse vorhandener Erhebungen zurückgreifen. Netzbetreiber sind im Landkreis mindestens zwei vorhanden (Telekom, Vodafone), die komplexe Planungsaufgaben und den Betrieb der Netze als Kernkompetenz vorweisen können. Ausbaufirmen, die Netze schnell und zu Festpreisen realisieren können, gibt es ebenfalls, wie man seit dem schnellen Netzausbau für Telefon- und Datenkommunikation der 90er-Jahre in den neuen Bundesländern weiß.

Zur Erinnerung: Heute machen nicht nur Gewerbetreibende ihre Ansiedlungspläne von der Internetverfügbarkeit abhängig, auch die umworbenen Familien mit den Altersgruppen von acht bis 80 wählen vorrangig nach Internetverfügbarkeit aus. Nicht zuletzt brauchen alle schulischen Einrichtungen die Internetverfügbarkeit zur Weiterentwicklung. Das alles aber mit Fachkompetenz und einem beschleunigten Tempo bei der Realisierung, was die Einlassungen der Frau Kreisbaurätin nicht erwarten lassen.

↔Volker Müller,

↔Sallahn

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