Online: 22.01.2016 - ePaper: 23.01.2016

Zeit genommen und Einfühlungsvermögen

Betrifft: Notaufnahme der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik

Wir - fünf Kinder, meine Frau und ich - wohnen seit 20 Jahren im Wendland. Wie so oft passieren kleine Unfälle mit den Kindern entweder am Mittwochnachmittag oder am Wochenende, wenn kein Arzt Sprechstunde hat. So bleibt nur die Notaufnahme der Klinik in Dannenberg. Dass wir dort öfters lange warten mussten, ist ja nichts Außergewöhnliches und zu ertragen, auch die Versorgung und Behandlung zweckmäßig.

Am 7. Januar sind meine Kinder und ich zum Rodeln gefahren. Wie das Schicksal es so wollte, einer meiner Söhne, er ist 14 Jahre alt, kam von der Bahn ab und fuhr seitlich gegen einen Baum. Das Ergebnis waren starke Schmerzen im Bauchbereich. Also fuhren wir zur Notaufnahme nach Dannenberg. Was ich dort erlebte, machte mich sprachlos. Der diensthabende Notarzt Herr Aljundi sprach zunächst beruhigend auf meinen Sohn ein. Er erklärte ihm jeden weiteren Schritt, welche Untersuchungsmethoden er machen möchte und warum. Sei es bei der Blutabnahme, Ultraschall oder Blutdruckmessen, immer bedacht, es mit meinem Sohn zu besprechen und seine Zustimmung zu erhalten. Es stellte sich zum Glück heraus, dass keine inneren Verletzungen vorlagen, sondern eine Rippenprellung.

Es wird so oft bemängelt, dass in den Notaufnahmen kaum Zeit für die Patienten vorhanden ist. Ich kann es in diesem Fall nicht bestätigen, fand es sehr bemerkenswert, wie viel Zeit und Einfühlungsvermögen Herr Aljundi meinem Sohn zukommen ließ. Meine Hoffnung ist, dass der Notfallarzt Herr Aljundi sich seiner Behandlungsart noch lange erhält.

↔Frank Fellersmann,

↔Kolborn

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