Online: 29.01.2016 - ePaper: 30.01.2016

Koalition mit Öffentlichkeit

Betrifft: Hilferuf der Rettungssanitäter

Vor Kurzem las ich in der Elbe-Jeetzel-Zeitung, dass die Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes zu viel Arbeit haben und Engpässe entstehen. In ihrer Not haben sie sich an die Öffentlichkeit gewandt. Und es ist wichtig, dass wir Lüchow-Dannenberger das erfahren. Diese aufreibenden Dienste für unsere Sicherheit nehmen wir so selbstverständlich entgegen.

Voller Empörung las ich die Reaktion des DRK darauf: Es wurden rechtliche Schritte angekündigt, weil Interna preisgegeben worden seien. Haben Beschäftigte nicht das grundgesetzlich verbriefte Recht, Koalitionen zu bilden, in diesem Falle mit der Öffentlichkeit? Mich haben ein langes Arbeitsleben und die Jahre als Personalrätin im Öffentlichen Dienst gelehrt, dass ein abhängig Beschäftigter die Pflicht hat, sein wichtigstes Vermögen, die Gesundheit, zu schützen. Denn derjenige, der die erwartete Leistung nicht mehr bringen kann, erhält nur noch einen Fußtritt.

Als Mitglied des DRK erkläre ich mich solidarisch mit den Beschäftigten und fordere den Vorstand auf, seine Haltung zu überdenken. Nur wer genügend Ruhepausen hat und ausgeglichen ist, kann sichere Leistung erbringen.

↔Irmgard Oehring,

↔Katemin

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