Online: 02.02.2016 - ePaper: 03.02.2016

Ausbilden zum Taliban-Einsatz

Betrifft: Afghanische Flüchtlinge als Soldaten ausbilden

Die Bundeswehr ist sei etwa 13 Jahren in Afghanistan im Einsatz; circa 8,8 Milliarden Euro hat die Verteidigung am Hindukusch die deutschen Steuerzahler bisher gekostet. 55 junge deutsche Soldaten haben bisher bei den Kämpfen gegen die Taliban ihr Leben gelassen. Zurzeit sollen noch 1100 Soldaten in Afghanistan sein.

Da 2015 circa 70000 junge Männer - um dem Terror gegen die Taliban zu entgehen - aus ihrem Heimatland Afghanistan geflohen sind, sollte die Bundesregierung den Flüchtlingen folgenden Vorschlag unterbreiten: Die Bundeswehr bildet in Deutschland die Flüchtlinge zu kampfbereiten Soldaten aus - freiwillig und mit einem angemessenen Sold. Nach der Ausbildung gehen die Männer zurück nach Afghanistan und verteidigen ihr Heimatland gegen die Taliban.

Die "Welt am Sonntag" hat kürzlich unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, dass monatlich bis zu 100000 Afghanen ihre Heimat verlassen. Frage: Wie wird die deutsche Gesellschaft reagieren, wenn demnächst weitere tote deutsche Soldaten in Afghanistan zu beklagen sind?

Robert Keiner, Dannenberg

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