Online: 19.02.2016 - ePaper: 20.02.2016

Mehr Kontrollen an Radwegen

Betrifft: Artikel "Das ist lebensgefährlich" (EJZ vom 9. Februar)

Das war schlecht recherchiert beziehungsweise zitiert und überzogen dargestellt! Ich bin im ADFC, und mir liegt es fern, anderen vorzuschreiben, wie/wo geradelt wird. Der ADFC ist der Partner für Alltagsradler! Wir Aktive aus dem ADFC-DAN weisen Betreiber von Radwegen seit vielen Jahren auf Missstände und Verbesserungspotenziale hin. Idealerweise machen wir dies mit unserem Meldebogen (per Download auf unserer Homepage), den wir ausgefüllt bei der Polizei oder Behörde einreichen.

In DAN gibt es kaum echte Radwege, und bei vielen Kombi-Rad-Fußwegen werden gesetzliche Vorgaben nicht erfüllt! Es ist jedem freigestellt, natürlich auf eigene Gefahr, solche Teerstreifen zu nutzen. Was der ADFC außerordentlich fordert, ist ein innerörtlicher gemeinsamer Verkehrsraum ohne Radwege, aber mit Respekt. Lebensgefährlich (Zitat: H. Bodendieck) wird es erst, wenn die Kfz-Lenker "ihren" Raum gegen Eindringlinge verteidigen müssen!

Auf die Spitze treiben es dann Radrowdys, die zu schnell und ohne zu blinken über Straßen und Fußwege ballern! Mehr Kontrollen, zum Beispiel an dem Problemradweg Jeetzelallee in Dannenberg, würden bei Rad- und Kfz-Fahrern zu erhöhter Aufmerksamkeit führen. Nur im Alltag wird weder geblinkt, angehalten, noch der Zweirichtungsradweg als solcher erkannt. Tipp: Bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit helfen Warnwesten und Licht am Rad. Der ADFC will keine Helmpflicht, aber dieser Schutz kann Leben retten.

Christian Riesch,

Bösen

^ Seitenanfang