Online: 19.02.2016 - ePaper: 20.02.2016

In der Wortwahl daneben

Betrifft: "So gesehen: Zügig wird's" (EJZ vom 13. Februar)

An dümmliche Kommentare in dieser Kolumne ist man mittlerweile gewöhnt. Was aber Herr Feuerriegel (-gel-) am 13. Februar vom Stapel ließ, ist nicht nur dumm, sondern auch unverschämt. Er bezieht sich auf den Artikel des -rg- vom 9. Februar betreffs des Abbaues von Radwegeschildern und übernimmt daraus völlig unkritisch Aussagen, um sein Feindbild vom "Hooligan der Straßen" (so -gel-) zu füttern. Dass diese Aussagen selbst zum Teil irreführend und nicht ganz richtig sind, interessiert ihn nicht. Selbst zu recherchieren und kritische Distanz zu wahren, ist nicht sein Ding.

Dem ADFC geht es nämlich nicht darum, ganz allgemein die Radwegebenutzungspflicht aufzuheben, wie er es darstellt, und wie es aus dem Artikel des -rg- herauszuklingen scheint. Sondern es geht darum, innerorts die Benutzungspflicht von Wegen, die letztlich reine Bürgersteige sind, für Radfahrer aufzuheben, und selbstverständlich nicht die für außerorts gelegene separate Radwege an den Hauptstraßen! Das ist völlig abwegig! Diese Fehlinformationen hätten vermieden werden können, wenn -rg- oder -gel- ein Gesprächsangebot mit dem hiesigen Vorsitzenden des ADFC wahrgenommen hätten. Dies geschah nicht!

So arbeitet -gel- mit Halbwahrheiten, Verallgemeinerungen und Überteibungen, um zum bemerkenswert hasserfüllten Rundumschlag gegen Radfahrer ausholen zu können. Was er den Radlern vorwirft, veranstaltet er selbst: Er führt sich auf wie eine Wildsau! Eine ganz schlimme Entgleisung ist, dass er das undisziplinierte Verhalten einiger Radfahrer (wie steht's mit dem vieler Autofahrer?) auf eine Ebene bringt mit Terror. An diesem Begriff hängen so viel Blut, Leid und Tränen, dass eine solche Verknüpfung eine Verhöhnung der wirklichen Opfer darstellt. Es ist unfassbar, wie jemand in seiner Wortwahl so danebengreifen kann.

Ich halte die Pöbeleien des Herrn Feuerriegel für unerträglich. Er sollte sich entschuldigen und die Kolumne abgeben.

Horst H. Tews,

Lüchow

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