Online: 29.02.2016 - ePaper: 01.03.2016

Fällaktion zwingend erforderlich?

Betrifft: Leserbrief "Willkürlich vernichtet" von Ute Behring (EJZ vom 20. Februar)

Die Fällung der Birkenallee zwischen Breese im Bruche und Liepehöfen als "willkürliche Vernichtungsaktion" zu bezeichnen, ist eine sachgerechte Charakterisierung des Vorgangs, für den auch andere Begriffe möglich wären. Wie erwähnt, handelte es sich um eine Augenweide alter Birken, deren ökologischer Wert nicht zu bestreiten ist. Die Rechtfertigung des Verwaltungsaktes lautet: "Damit die Schäden nicht noch größer werden, habe man handeln müssen, heißt es von der Verwaltung" (EJZ vom 9. Februar). Das Foto zum Artikel "Nur noch Stümpfe", welches den Straßenverlauf entlang der früheren Allee zeigt, stellt eine topfebene Betonplattenstraße dar, ohne sichtbare Wurzelaufbrüche mit wenigen Kantenbrüchen. Lediglich im Folgebereich der Allee, vereinzelt stehender Bäume, gibt es zwei typische Anhebungen durch Wurzelwachstum. Die Fahrbahn existiert seit Jahrzehnten. Die geringen Schäden hätte man ausbessern können. Die schlichte Behauptung "relevanter Schäden" ist meines Erachtens in dem besagten Bereich für jedermann sichtbar ebenso falsch, wie die Prognose hinsichtlich der näheren Zukunft, "noch größere Schäden" sicher zu erwarten.

Die Forderung aus dem Leserbrief, dass sich die Bürgermeisterin dieses Vorgangs annimmt, eine Untersuchung durch den Samtgemeinderat wegen möglicher Partikularinteressen, kann ich nur unterstützen. War die Maßnahme zwingend erforderlich, wie es die Stellungnahme "handeln müssen" suggeriert, lagen die Voraussetzungen für die Entscheidung vor, wurde das Ermessen fehlerfrei ausgeübt? Welche Bedeutung hat die Baumschutzsatzung für die Stadt Dannenberg, die Samtgemeinde Elbtalaue, die mit dem Begriff Biosphärenregion Elbtalaue-Wendland verknüpft ist?

↔Hans-Joachim Hurschler,

↔Ellerbek

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