Online: 01.03.2016 - ePaper: 02.03.2016

Beim Wiederaufbau helfen

Betrifft: Zukunft der Flüchtlinge

Glaubenskriege - der gemeinsame Nenner ist Gott, also das Universum, einschließlich des Planeten Erde. Das Wort Gott haben wohl alle Religionen in ihrem Glauben verankert. Das Christentum hat den Grundsatz der Zehn Gebote. Welchen kurz gefassten Grundsatz hat der Islam? Es klafft eine große Lücke zwischen Wissenschaft und Religion.

Wirtschaftskriege - diese rühren von Übervölkerung, Macht, Brutalität, Unterdrückung, Ausbeutung und dem Unvermögen von Überlebensfähigkeit her. Durch Selektieren und Abwandern ist eine Schicht der Gesellschaft diesen Ländern abhanden gekommen. Eine Heimat haben Asylsuchende nur in ihrer Heimat. Diese Erfahrung haben schon Auswanderer und Heimatvertriebene des Zweiten Weltkrieges gemacht. Wichtig ist das Zurückgehen in Heimatländer, um am Wiederaufbau mit dem erworbenen Wissen zu helfen. Sonst bleiben sie einfach Flüchtlinge. Auch nach Generationen werden diese Menschen noch nach ihren Wurzeln und Gebräuchen suchen.

Europa - Spielball bisher zweier Großmächte. Dabei hat China sich klammheimlich auf die Überholspur begeben. Diese Struktur Europas mit ihrem Zentrum Brüssel, so wie sie ist, wird niemals erwachsen. Das mag auf dem Papier funktionieren. Aber alle Länder Europas haben eigene Strukturen, Probleme, Lebensweisen und Erfahrungen. Jedes Land benötigt seinen eigenen Rhythmus und Freiraum. Beim Einordnen und Unterordnen bleiben die Menschen auf der Strecke. Da sind die Vereinigten Staaten kein Beispiel. Es gibt nichts abzugucken.

Soziale Marktwirtschaft - die Glaubens- und Wirtschaftsflüchtlinge wollen an dem europäischen System teilhaben. Sie möchten studieren oder einen festen Arbeitsplatz. Nur da gibt es einen Haken: Europa hat eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die produktive Arbeit in Deutschland kann sich diese unproduktive Arbeit nicht mehr leisten. Leiharbeit, Mindestlohn, Minijob = Grundsicherung. Die deutsche produktive Arbeit findet hauptsächlich im asiatischen Raum statt. Geld, Geld, Geld. Woher nehmen? Steuern, Steuern, Steuern.

Globalisierung bedeutet Ausbeutung übervölkerter Länder und schneller, oftmals überflüssiger Konsum zu billigen Preisen. Benötigen wir das alles? Die Digitalisierung wird zu einer Geißel der Menschheit. Alles anhand von Statistiken vorhersehbar geregelt, überwacht und gespeichert. Nur der gemeinsame Nenner, die Familie mit Kindern, funktioniert in Deutschland nicht mehr. Alle sind überfordert. Die Uhr und das Handy. Es ist alles aus den Fugen geraten und macht besonders älteren Menschen Angst. Wer ins soziale Kröpfchen kommt, entscheidet die Leiharbeit. Wer ins gefüllte Töpfchen kommt, entscheidet das Köpfchen.

↔Ingrid Bätge, Lüchow

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