Online: 08.03.2016 - ePaper: 09.03.2016

Rathaus in ehemalige BBS?

Betriftt: Artikel "Rathaus in der Drawehner Straße?" (EJZ vom 25. Februar)

Die Samtgemeinde Lüchow sucht seit längerem eine Lösung für ein neues Verwaltungsgebäude. Die Idee vom Kreisgeschäftsführer des DRK, das jetzige Gebäude abzureißen und das Grundstück zu verkaufen, halte ich für gut. Der Erlös des Verkaufes kann somit direkt in die Finanzierung des neuen Gebäudes einfließen. Allerdings finde ich den neuen Standort in der Drawehner Straße nicht zukunftsorientiert. Sollte dort das neue Domizil entstehen, würde man für immer die Möglichkeit verbauen, dass in der Innenstadt der Einzelhandel, Dienstleistungen oder ein Handwerksbetrieb sich dort niederlassen. Eigentlich will doch niemand, dass noch mehr Geschäfte auf der grünen Wiese außerhalb des Ortes gebaut werden. Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen, eine andere Alternative vorzuschlagen, die noch nicht öffentlich diskutiert wurde.

In der Königsberger Straße befindet sich die Liegenschaft der ehemaligen Berufsschule. Was dort in Zukunft entstehen soll, ist zur Zeit vermutlich nicht bekannt. Ein Leerstand ist hier doch vorprogrammiert. Also liegt es doch auf der Hand, dort die Verwaltung einziehen zu lassen. Positiver Nebeneffekt: Befindet sich ein Bürger in der Kreisverwaltung und benötigt noch eine Bescheinigung "X" oder den Antrag "Y", könnte man ohne weitere Parkplatzsuche schnell und umweltfreundlich einfach 300 Meter weiter zur Samtgemeinde gehen und umgekehrt. Auch die Mitarbeiter der beiden Verwaltungen könnten sich für Absprachen und Sitzungen schnell und unbürokratisch treffen.

Natürlich ist mir bewusst, dass in der ehemaligen Schule viele große Zimmer vorhanden sind. Dieses stellt jedoch im Rahmen eines "Umbaus", der auch in der Drawehner Straße erforderlich ist, keine großen technischen Probleme dar. Außerdem werden ja auch Besprechungs-, Sitzungs- und Lagerräume benötigt. Vermutlich ist die gesamte Liegenschaft zu groß. Aber eine Nutzung eines der zwei großen Gebäudekomplexe wäre denkbar. Für das andere Gebäude könnten zudem noch andere Unternehmen oder Bildungsträger Interesse haben, denen bislang die gesamte Anlage zu groß war. Die ehemaligen Lehrwerkstätten stehen ebenfalls zur Verfügung, und Parklätze sind bereits ausreichend vorhanden.

Verehrte Kommunalpolitiker, Beamte und Kämmerer. Ich denke, um den Leerstand zu beseitigen, aber auch um Steuern zu sparen, ist die Idee es doch wert, den Taschenrechner zu aktivieren und eine Kalkulation durchzurechnen, oder etwa nicht?

↔Torsten Albrecht, Gusborn

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