Online: 16.03.2016 - ePaper: 17.03.2016

Objektiver Beleg?

Betrifft: Artikel "Radler müssen auf die Straße" (EJZ vom 9. März)

Vielen Dank für kritische Anmerkungen zur Radwegbenutzung innerorts. Ich teile Bedenken zur ADFC-Kampagne wie am "Beispiel Küsten" in der EJZ illustriert: Bundesstraßendorf, Queren der Bundesstraße am Ortseingang, auf der Bundesstraße rechts bis Ortsende und abermaliges Queren. Herr Herzog (SOLI) denkt, Radfahren innerorts sei so auf der Straße sicherer, aber die Kommunikation wäre schlecht. Kann das stimmen?

Ich habe auf der ADFC-Homepage recherchiert: Mit Verwaltungsklage wollte der ADFC geklärt wissen, wann eine Benutzungspflicht zulässig sei. Rechtlich sei, so die Gerichte, eine Pflicht nur dann zulässig, wenn durch "... besondere örtliche Verhältnisse ..." (zitiert nach ADFC, 18. November 2010) eine erhöhte Gefährdung bestehe. Im August 2009 veröffentlichte die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt - www.bast.de) eine Studie, in der es lapidar heißt: "Eine generelle Präferenz für einen Anlagentyp kann aufgrund der Untersuchungsergebnisse nicht begründet werden." Dies wurde so auf der ADFC-Homepage mit Beitrag von Martin Glas (ADFC-München) für die ADFC-Rundschau 4/2009 wiedergegeben.

Wo findet sich der objektive Beleg für die Behauptungen von Kurt Herzog oder dem örtlichen ADFC-Vorsitzenden, auf der Straße seien Radfahrer sicherer? Die BAST-Studie vergleicht unterschiedliche Radwegtypen. Eine Fundstelle zur Objektivierung der Aussage über Sicherheit der Radler auf der Straße statt Radweg vermisse ich immer noch oder mit dem "Beispiel Küsten": Bundesstraßendorf, Queren der Bundesstraße am Ortseingang, auf der Bundesstraße rechts bis Ortsende und abermaliges Queren. Objektiver kann man Risiken nicht beschreiben.

↔Michael Langer, Wustrow

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