Online: 16.03.2016 - ePaper: 17.03.2016

Warum können die Kulturen nicht einander in Ruhe lassen?

Betrifft: Umgang der Politik mit der Flüchtlingskrise

Wir alle haben noch vor Augen, wie Frau Merkel freudig verkündete: "Es gibt keine Obergrenze", ein Herr Wulff sagte: "Der Islam gehört zu Deutschland" und ein Herr Gauck die Vertreibung von Deutschen innerhalb Deutschlands mit der Fluchtwelle von Ausländern über viele sichere Grenzen nach Deutschland verglich. Viele Deutsche fragten sich bei den Einlassungen dieser Leute: Wen vertreten diese vom Volk gewählten Leute eigentlich?

Es bedurfte keiner größeren Intelligenz, die Folgen dieser Einlassungen zu sehen: "Mama Merkel hat mich eingeladen". Dieses alles war eine große Einladung in unseren sozialen Selbstbedienungsladen. Von den Kosten sprechen diese Leute nicht, da das Geld auf den Bäumen wächst. Wir schaffen das! Wir? Wer ist wir?

Nachdem sie nun ihren Irrsinn lange genug verfolgt haben, Andersdenkende diffamierten und als Rechte beschimpften, Staaten, die die Interessen ihres Volkes vertreten haben (Polen, Ungarn, Slowakei und Tschechien) bedrohten, rudern sie, weil Wahlen sind, mit einem Mal zurück und laufen weiterhin erhobenen Hauptes herum, ohne sich zu schämen - tolle Vorbilder. Gut, dass die Bevölkerung wenigstens Rückgrat hat.

Mittlerweile trauen sich die "Volksvertreter" zu sagen, dass 80 Prozent derer, die zu uns kommen, Wirtschaftsflüchtlinge sind. Sie wollen die, die hierher gekommen sind, integrieren. Sie wollen sie in Arbeit bringen, da wir ja keine Arbeitslosen haben.

Das die, die hierher kommen, weil sie gerufen wurden, sich ein schönes Leben versprechen, ist legitim. Es muss aber auch legitim sein, das die Deutschen ihren Staat und das, was sie sich erarbeitet und geschaffen haben, bewahren möchten und sind deshalb nicht gleich Rechte oder Nazis. Andere Staaten denken da mehr an ihr Volk.

Der türkischstämmig Besitzer eines Zeitungsladens in Berlin sagte vor einiger Zeit einmal zu meiner Schwester, dass er sich für seine Landsleute schämt, weil sie Harz-IV kassieren, dicke Autos fahren und krumme Geschäfte machen und dass er die Deutschen nicht versteht, dass sie ihren Sozialstaat von Ausländern kaputtmachen lassen.

Das wir, das Volk, die Geister, die die oben Erwähnten gerufen haben, nicht wieder los werden, dürfte eigentlich klar sein. Warum kann nicht jeder Staat in seinen Grenzen und in seiner Kultur ein selbstbestimmtes Leben führen? Warum können die Kulturen einander nicht in Ruhe lassen? Warum versuchen die Gutmenschen, andere zu missionieren und zu domestizieren, wenn nicht anders mit Gewalt?

Von den Deutschen, die keine Nachrichten mehr ertragen, weil sie von diesem Irrsinn der sogenannten Volksvertreter traumatisiert sind, spricht keiner. Sie sind allein gelassen. Früher regierten Patrioten und Verbrecher saßen im Gefängnis. Heute ist es anders. Warum gibt es nicht mehr Leute wie Kurt Schumacher, die für ihr Volk da waren? Charakter zu haben sollte auch keine Frage der Partei sein.

Paul Klußmann,

Hitzacker

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