Online: 18.03.2016 - ePaper: 19.03.2016

Wie man Gäste vergrault

Betrifft: Gastwirt kassierte zu viel

Als Zugezogener aus einer Großstadt fühle ich mich im Landkreis und in Lüchow so rundum wohl und mag die meist liebenswerten Menschen hier. Leider habe ich jedoch nach nun einigen Jahren eine weniger angenehme Erfahrung mit einem Zeitgenossen mit unguter Gesinnung machen müssen. Von Zeit zu Zeit - bei entsprechendem Anlass - bummeln meine Frau und ich gerne durchs "Städtchen", um hier und da einzukehren. So auch vor Kurzem an meinem Geburtstag. Wir hatten wieder einmal gutes Essen und Trinken genossen und machten auf unserem Heimweg zu einem abschließenden "Schlummertrunk" in einer Gaststube halt, in der wir gelegentlich schon früher Gäste waren und mit dem Wirt einen freundlichen Umgang pflegten. Auch wenn draußen diesmal keine Musik-Band spielte, war es drinnen doch wie immer schummerig gemütlich. Ich trank ein Weizenbier vom Fass, meine Ehefrau ein oder zwei Martini. Als ich nach geraumer Zeit die Zeche begleichen wollte, hatte ich jedoch die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn er forderte von mir die Summe von 30 Euro mit der Behauptung, meine Frau hätte neun (!) Martini getrunken. Recht erbost hierüber und nur unter Protest zahlte ich, was er verlangte und verließ (mit Sicherheit zum letzten Mal) das Lokal. Natürlich fühlten wir uns vom Wirt betrogen und fragten uns: Tat er dies zum ersten Mal mit Gästen, oder steckt Methode dahinter? Liebe Lüchower, bitte seid auf der Hut, dass Ihr nicht auch über den Tisch (Tresen) gezogen werdet.

↔Heinz Becker, Lüchow

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