Online: 18.03.2016 - ePaper: 19.03.2016

Hitzacker sprach: Es werde Licht

Betrifft: Schaltung der Straßenlaternen

Endlich ist es soweit. Es wird mal etwas Sinnvolles von den Steuergeldern für die Einwohnerinnen und Einwohner Hitz-ackers getan. Seit Dezember 2015 wird die über 30 Jahre alte Straßenbeleuchtung auf sparsame LED-Technik umgestellt. Die Planung wurde aufgrund der Größe für 23000 Euro an ein Planungsbüro übergeben. Nun, sollte man meinen, das Projekt und die Umsetzung wären dort in guten Händen. Doch weit gefehlt.

Als erstes wurden die Lampen in der Dannenberger und Lüneburger Straße umgerüstet. Das waren aber die Straßen, die noch sparsamer beleuchtet waren. Fast der ganze Rest Hitzackers wird aber mit den verbrauchsintensiveren und dunkleren "UFO"-Lampen beleuchtet. Hätte man die Umrüstung mit den "UFO"-Lampen begonnen, wäre es in den vergangenen drei Monaten möglich gewesen, den Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses (rund 3000 Kilowattstunden) einzusparen.

Zweitens: Die Lampen sind zwar neu, aber die Schaltung der Laternen ist auf dem alten Stand geblieben. Ab 23 Uhr ist es auch nach der Umrüstung auf die moderne LED-Technik fast genauso dunkel wie vorher. Mit der neuen LED-Technik wäre es möglich, jede zweite Lampe ganznächtig mit halber Leistung leuchten zu lassen. Aber Fehlanzeige.

Falls das Planungsbüro dies nicht leisten kann, hätte ich folgenden Vorschlag: An Ortseingängen, Kreuzungen, Einmündungen, in Kurven und dazwischen jede zweite oder dritte Lampe die ganze Nacht leuchten zu lassen. Hierzu müssten die Voraussetzungen natürlich gleich bei der Montage geschaffen werden. Alles andere verursacht unnötige Mehrkosten. Mit Blick auf die Kosten hat ein Ratsmitglied vor Jahren mal für das Verdo dargestellt, dass dieses jeden Bürger Hitzackers nur 25 Euro pro Jahr koste und es dies uns doch Wert sein solle. Leuchten 200 LED-Lampen mit halber Leistung die Nacht durch, würde es jeden Bürger nur etwa 30 Cent im Jahr kosten, und das wäre es mir Wert. Auch lässt die Steuerung der Ein- und Ausschaltzeiten der Straßenbeleuchtungen in der Samtgemeinde Elbtalaue, für die jede Gemeinde auch zahlt, doch zeitweise sehr zu wünschen übrig. Teilweise gehen die Lampen abends zu früh an und morgens sehr spät aus. Dies habe ich unzählige Male diversen Ratsmitgliedern und auch dem Betreiber mitgeteilt. Aber es tut sich nichts.

Wir Hitzackeraner haben noch nicht überall LED-Leuchten wie andere Gemeinden, denen es scheinbar egal ist, wann die zu brennen beginnen, ganz nach dem Motto der Geissens: Je länger die Lampen brennen, um so mehr sparen sie. Aussagen der politischen Führung wie: "Das war früher auch nicht besser" oder "Es gibt keinen Handlungsbedarf" empfinde ich als unbefriedigend. Bis zur Umstellung auf LED-Lampen bedeutet das - nur für die Stadt Hitzacker - bei etwa einer halben Stunde Straßenbeleuchtung pro Tag ein Mehrverbrauch von 12000 Kilowattstunden pro Jahr. Aber jetzt stellen wir ja auf LED um, und dann ist es wie bei den Geissens, oder?

↔Rolf Schütte, Hitzacker

^ Seitenanfang