Online: 24.03.2016 - ePaper: 25.03.2016

Totalverweigerung alsGeschäftsmodell überholt

Betrifft: Artikel "BI sieht sich ,kampagnenfähig'" (EJZ vom 15. März)

Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg sollte sich mit ihrer Kritik an der Arbeit der Endlager-Kommission des Deutschen Bundestages sehr zurückhalten. Sätze wie "Wir wollen mitreden über Standards", wie von der BI-Seite auf deren Jahreshauptversammlung zu hören, sind unangemessen. Die BI hat seinerzeit jede Mitarbeit in der Endlagerkommission im Gegensatz zu anderen Umweltverbänden strikt abgelehnt. Dies kommt einer Totalverweigerung gleich. Jetzt hinterher Ansprüche stellen zu wollen, ist grotesk. Außerdem ist die Forderung "es müsse eine öffentliche Debatte über den Umgang mit dem Atommüll geben" längst überholt. Diese gibt es längst.

Wenn die BI in der Öffentlichkeit noch ernst genommen werden will und ihre Daseinsberechtigung nicht ganz verlieren will, ist sie gefordert, sich nun endlich konstruktiv zu beteiligen. Eine Totalverweigerung ist als Geschäftsmodell in einer modernen Gesellschaft längst überholt.

Die "Kommission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe" arbeitet auf einer guten Basis. Alle Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, gesellschaftlichen Gruppen und Umweltverbänden haben den Willen, zu einem guten Ergebnis zu kommen. Das jedenfalls kann man ihnen nicht absprechen. Keinem der Teilnehmer. Die Arbeit der Kommission entspricht der Ernsthaftigkeit, die das Thema Entsorgung fordert. Dieser Verantwortung sind sich alle Teilnehmer bewusst. Die Kommission wird auch - wie angepeilt - Mitte des Jahres einen Abschlussbericht vorlegen.

Es ist Zeit, sich mit den wirklichen Themen des Landkreises zu beschäftigen. Kommunalwahlen stehen im September an. Hier geht es um die Zukunft des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Damit sollte sich beschäftigt werden.

↔Eckhard Pols, Lüneburg

↔Bundestagsabgeordneter ↔der CDU

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