Online: 31.03.2016 - ePaper: 01.04.2016

Versenkte Millionen in Lüchow

Betrifft: Politik von Lüchows Samtgemeinde-Bürgermeister Hubert Schwedland

Ein befreundeter Arzt fragte mich, ob der Verwaltungschef der Stadt Lüchow und ein Teil seiner Ratsleute eventuell irgendwelche verbotenen Substanzen einnehmen. Obwohl die Führung der Stadt- und Samtgemeinde Lüchow mit Ex-Vize-Bürgermeister Schill und Politikern wie Friedmann in bester Gesellschaft wären, glaube ich nicht daran. Die arbeiten nur frei nach dem Motto "Denn sie wissen nicht mehr, was sie tun". Die "Bilanz" im Geldversenken in der Amtszeit von "König" Hubert Schwedland und seinem Gefolge kann sich wirklich sehen lassen. Da würde sogar so manch verurteilter Manager vor Neid erblassen, was so alles ohne Konsequenzen möglich ist. So hat die Stadtführung im ehemaligen Gildehaus ein paar Hunderttausende versenkt und zusätzlich verzichtet man, zum Nachteil der Lüchower Bürger, auf eine halbe Million Ablöse für die zwingend erforderlichen Stellplätze. Für eine Handvoll Jugendlicher wird eine Skaterbahn für 140000 Euro gebaut, obwohl es in Uelzen für die Hälfte ging.

Den Turm von Lüchow baut man "denkmalgerecht" ein "bisschen" falsch herum. Für einen jährlichen Kleinbus voller Gäste wurden 130000 Euro an Schröder für sein Museum verschenkt, ohne dass bis heute tatsächliche Zahlen über den von Schwedland prognostizierten "Besucheransturm" vorliegen. In den Kinowahnsinn hat man ein paar Hunderttausende versenkt, ohne vorab eine Baugenehmigung zu haben und über Parkplätze nachzudenken. Das Hastra-Gebäude hat man kurzerhand verschenkt. Über einen Anbau für das Rathaus am Kreishaus wurde über ein Jahr diskutiert, ohne auch nur einmal darüber nachzudenken, ob das überhaupt rechtlich möglich ist. Das Hallenbad wurde für 3,5 Millionen verkleinert, ist selbstverständlich an Feiertagen geschlossen und wurde mit Öffnungszeiten für Arbeitssuchende versehen. Das Freibad bekommt man nicht instandgesetzt, und vieles Hervorragendes mehr können sich Herr Schwedland und sein Rat auf ihre Fahne schreiben.

Und nun möchte König Hubert wieder einmal in den Ratskeller ein paar Hunderttausende, zu den schon vorher versenkten Millionen, stecken. Es wird Zeit, dass zumindest für den Ratskeller eine Ein- und Ausgabenrechnung für die vorigen Jahre vorlegt wird, damit die Bürger schwarz auf weiß lesen können, welcher Wahnsinn hier betrieben wird. In der freien Wirtschaft wären schon längst Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Nur Herr Schwedland und sein Gefolge denken, dass sie in Lüchow machen können, was sie wollen, und werden fürs Steuergeld-Versenken auch noch fürstlich entlohnt. Da ist es natürlich klar, dass unser Stadtdirektor seinen Stellvertreter Raubuch behalten möchte. Ein neuer Vize könnte unangenehm werden und den Laden mal gehörig durcheinanderwirbeln. Zum Glück sind im September Wahlen. Danach werden hoffentlich im Rat andere am Ruder sein, aufräumen und die Verfehlungen der vorigen Jahre an die Öffentlichkeit bringen. Wer weiß? Vielleicht dürfen die heutigen Entscheidungsträger ja irgendwann für ihre Verfehlungen bezahlen.

Peter Triebe, Lüchow

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