Online: 05.04.2016 - ePaper: 06.04.2016

Nicht immer schlechtreden

Betrifft: EJZ-Berichterstattung über die Gartower Therme

Als Ferienhofbetreiber in Gartow stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich schon den Namen Benjamin Piel in der EJZ lese beziehungsweise seine abwertenden Artikel und seine unmöglichen Überschriften, und ich frage mich, ob ich doch eine andere Zeitung in der Hand habe, mit deren Überschriften er konkurrieren könnte. Ich glaube, der Herr Journalist sollte mit mir die Gäste verabschieden und hören, wie sie als Tourist über Gartow denken. Die Worte sind so positiv. Alle beneiden uns um das Angebot. Jeder Ort hat sicherlich einige Fehler, aber was in den vorigen Jahren im Sinne des Tourismus bezahlt wurde, von der Gemeinde, Samtgemeinde und unseren Steuergeldern betrachte ich nicht als Steuerverschwendung.

Es reicht mir

Erstmal: Für die Therme ist die Rückzahlung der Fördergelder noch fraglich, also abwarten. Zweitens ist die Therme wichtig für den Tourismus. Die Frage der Gästekinder ist gleich: Wann können wir in die Therme? Viele loben diese Einrichtung und vergleichen sie oft mit positiven Worten mit dem Angebot aus dem Heimatort. Mit Sicherheit gibt es Fehler, die behoben werden können, aber bei signalisierten Mängeln leite ich sie gleich weiter, und es wird vom Betreiber aus immer versucht, besser zu werden. Hier hat man verstanden, dass Therme und Tourismus miteinander verbunden sind. Wir brauchen weder einen Flughafen, noch eine Konzerthalle. Und ein sinnloser Kreisel mit bunten LED-Leuchten ist hier auch nicht geplant. Es wäre reine Steuerverschwendung. Hier, Herr Piel, wird überlegt, wie man Tourismus attraktiver macht. Die Ratsherren wissen, wie viel Geld Touristen im Ort und der Region ausgeben, wie viel davon in die hiesigen Steuern somit zurückfließt. Viele dieser Touristen, und ich kann bei unseren Gästen viele nennen, sind hier geblieben. Davon hat die Baubranche profitiert, die Handeltreibenden und Gastronomen haben auch was davon. Nebeneffekt der Erweiterung der Therme ist auch das Schaffen von Arbeitsplätzen. ´

Sie, Herr Piel, scheinen irgendwie das alles kaputtmachen zu wollen. Wir sind nicht in einem der Länder, wo die Presse ihre Meinung nicht äußern kann, also können Sie schreiben, was Sie wollen. Ich will aber meine Meinung äußern: Es reicht mir, dass Sie unseren Ort und unsere Region, übrigens auch meine zweite Heimat, immer schlechtreden. Wollen Sie unbedingt Gartow in ein schlechtes Licht sowohl für die Touristen als auch für die weitere Landkreisbevölkerung bringen? Vielleicht sollten Sie mal anfangen, auch über das Gute und das Schöne in Gartow zu berichten, davon gibt es genug. Man muss nicht alles schönreden, aber auch nicht immer schlecht.

Und wenn Sie gute Beispiele von Steuerverschwendung suchen, dann fahren Sie nach Hamburg, Berlin oder Düsseldorf.

↔Marie Nowack, Gartow

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