Online: 08.04.2016 - ePaper: 09.04.2016

Grundsätzlich keine Radler auf Gehwegen

Betrifft: Leserbrief von H. Tews "Die subjekte und objektive Sicherheit"(EJZ vom 30. März)

Dem ADFC scheint seine Kampagne, mit der er Fahrräder auf die Straße bringen will, sehr wichtig zu sein. Leider schreibt Herr Tews in seinem Leserbrief vom 30. März unbegründet von "Missverständnissen".

Erstens: Die vom Vorsitzenden des ADFC in Regensburg angestrengte Klage ist juristisch korrekt, was ich so selbst darstellte. Sie ist aber kein objektiver Beleg. Herr Tews ignoriert, dass die über 100 Seiten starke Untersuchung der BASt eben keinen Vergleich Radweg mit Straße vornimmt, sondern er stellt einen Flyer aus der Versicherungsbranche der Untersuchung einer staatlichen Behörde entgegen. Entsteht so Objektivität oder liegen nur zwei Meinungen vor?

Zweitens: Prüft man die Novelle der STVO im Internet, ergibt sich ein total anderer Zusammenhang: "Mit der Novelle vom 1. September 1997 wurden in der sogenannten Radfahrernovelle Tempo-30-Zonen und die Möglichkeit eingeführt, in Einbahnstraßen Radverkehr in Gegenrichtung zuzulassen" (Wikipedia).

Drittens: Nach Paragraf 2 STVO müssen Fahrzeuge die Fahrbahn benutzen, die Benutzung der Gehwege ist nicht erlaubt. Deshalb gibt es für Kinder eine gesetzliche Ausnahme, aber eben sonst nicht! Also: Grundsätzlich keine Benutzung der Gehwege durch Radler, und Ausnahmen bedürfen rechtlicher Regelung und grundsätzlich keine Nutzung der Radwege, wo liegt nun der Sinn? Wenn Herr Tews meint, eine Untersuchung der Versicherungswirtschaft sei Beleg für mehr Sicherheit, möge er doch zuerst einmal diese Behauptung nachvollziehbar machen. Flyer gibt es wie Sand am Meer, dies überzeugt nicht, ich würde gerne solche Untersuchungen selbst überprüfen.

Michael Langer, Wustrow

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