Online: 11.04.2016 - ePaper: 12.04.2016

Ich fühle mich verarscht

Betrifft: Steueroase Panama

Wer mag noch die deutsche Politik, die Nachrichten, die Zeitung oder gar das Geschehen im Fernsehen verfolgen? Mir wird übel bei dem Gedanken, ich neige sogar dazu, zum Beispiel das Radio auszuschalten. Man kann das einfach nicht mehr ertragen. Auf welcher Palme leben unsere Politiker eigentlich? Weiß von denen überhaupt noch einer, wie der kleine Mann seinen Lebensunterhalt bestreitet? Kein Arbeitnehmer, kein Unternehmer in unserem Landkreis - geschweige denn ein Rentner - wäre in der Lage, in Panama eine Briefkastenfirma zu eröffnen! Da spielen Staatschefs eine Rolle von Ländern, die teilweise Entwicklungshilfe von uns bekommen. Wie krank ist das denn? Im Angesicht dieser Tatsachen halte ich das deutsche Flüchtlingsproblem für absolut zweitrangig. VW betrügt im großen Stil die Kundschaft, aber die Manager verdienen immer noch Millionen. Wer es mal erlebt hat, weiß, wovon ich spreche, unser gelobtes Finanzamt fackelt nicht lange! Da wird auch einem kleinen Unternehmer mal für 200 Euro das Konto dicht gemacht. Wer falsch parkt, der kriegt die ganze Härte des Gesetzes zu spüren.

Oben wird nicht gekleckert, eher nach unten geknüppelt. An die Gerechtigkeit glaube ich schon lange nicht mehr. Mir graut es vor der nächsten Bundestagswahl. Was sollte es ändern, das Gespenst AfD wird verpuffen. So wie es bei den Piraten auch ist/war. Ich fühle mich verarscht! Kommunalwahlen halte ich noch für sinnvoll. Die Menschen kennt man, kann sie einschätzen. Auf Landes- und Bundesebene sind sie Marionetten. Die haben den Bezug zu uns Bürgern völlig verloren und jegliches Vertrauen verspielt. Anstatt die Flüchtlingsströme derartig aufzubauschen, sollte sich die Politik eher um das Thema Steuergerechtigkeit und Steuerflucht kümmern. Den Arbeitnehmern und kleinen Unternehmen den Rücken stärken. Mir fällt keine Partei auf, die ich zur nächsten Bundesregierung wählen würde! Alles Gute, Deutschland.

Jens Platz, Clenze

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