Online: 18.05.2016 - ePaper: 19.05.2016

Freude für Betrachter

Betrifft: Artikel "Das Dekolletee der Loren" (EJZ vom 23. April)

Neulich musste ich wieder zu meiner Zahnärztin nach Dannenberg. Zwar nichts Großes, aber "schön" ist ja doch was anderes. Ich wurde nach kürzester Wartezeit in ein Behandlungszimmer gebeten und allerfreundlichst aufs Kommende vorbereitet. Sodann mußte ich mich allein etwas gedulden. Ich sah mich um. Was war das? Im Haus gegenüber sah mir eine fast barbusige, wunderschöne Höllenfrau über die gesamte Entfernung direkt in die Augen? Ganz tief. Ein leichtes zaghaftes Winken, dann mit Händen und Mimik auf meine Situation eingehend, erklärend, dass das alles nicht so wild werden würde, mit freundlicher, rundlicher Weiblichkeit Trost spendend. Ich war doch etwas perplex, denn trotz jahrelanger, manchmal recht intensiver Besuche in diesem zahnärztlichen Etablissement hatte ich doch nie dort ein Fenster bemerkt, und jetzt auch noch eine derart anziehende Gestalt in demselben. Noch ganz in diesem wunderlichen Eindruck herum dümpelnd, hörte ich von weitem: "So, Herr Pahl. Das wars für heute." Ich hörte mich sagen: "Ach tatsächlich? Schon fertig?" Hoffentlich bleibt die Frau dort noch ein bisschen wohnen. Denn ich glaube, sie wird auch für andere Menschen eine Freude sein.

↔Dojan R. Pahl, Hitzacker

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